Das Recht auf Gegendarstellung ist eines der wichtigsten Instrumente des presserechtlichen Persönlichkeitsschutzes. Es gibt jeder natürlichen oder juristischen Person, über die in einem periodischen Druckwerk, einem Rundfunkprogramm oder einem Online-Medienangebot eine Tatsachenbehauptung aufgestellt wurde, das Recht, eine eigene Darstellung des Sachverhalts in demselben Medium veröffentlichen zu lassen. Ziel ist nicht die Wahrheitsfeststellung, sondern die Chancengleichheit in der öffentlichen Debatte.
Das Gegendarstellungsrecht ist in den Landespressegesetzen geregelt und weist je nach Bundesland unterschiedliche Ausgestaltungen auf. Voraussetzungen: Es muss eine Tatsachenbehauptung vorliegen (keine Meinungsäußerung), der Betroffene muss namentlich oder erkennbar bezeichnet sein, und die Gegendarstellung muss sich auf dieselbe Tatsache beziehen. Der Anspruch muss innerhalb kurzer Fristen geltend gemacht werden – in der Regel zwei bis drei Wochen nach der Veröffentlichung.
Recht Umschau aggregiert täglich aktuelle Rechtsnews zur Gegendarstellung. Wir kuratieren Beiträge aus Presserechtsblogs, erklärende YouTube-Videos von Medienrechtsexperten und Podcast-Episoden, die das Recht der Gegendarstellung praxisnah aufbereiten. Ob neue Gerichtsentscheidungen zu den Voraussetzungen des Gegendarstellungsanspruchs, Fragen zur Gegendarstellung in Online-Medien oder praxisnahe Hinweise zur Formulierung – bei Recht Umschau finden Sie täglich den aktuellsten Stand.
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