Lohnsteuerhaftung: Klage scheitert an fehlender Begründung

Verpasst und verloren: Die Folgen der Ausschlussfrist Ein Unternehmer soll über 160.000 € an rückständiger Lohnsteuer zahlen, weil seine Firma angeblich Schwarzarbeiter beschäftigte. Doch nicht der Vorwurf selbst brachte ihn zu Fall, sondern ein simpler, aber folgenschwerer Fehler: Die Klage wurde zu spät konkret begründet. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zeigt mit seinem Urteil: Wer sich auf steuerlichem Terrain verteidigen will, muss nicht nur wissen, was zu sagen ist – sondern auch wann. Was ist passiert?  Ein Unternehmer … Mehr

Einziehung bei Steuerhinterziehung im selbständigen Einziehungsverfahren

OLG Frankfurt zur Einziehung von Taterträgen nach § 423 StPO bei Steuerhinterziehung: Wenn Strafgerichte die Einziehung deliktischer Gewinne von der Hauptverhandlung abtrennen, stellt sich nicht selten die Frage, wie mit dem Zeitverzug bis zur Einziehungsentscheidung umzugehen ist. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat in einem aktuellen Beschluss (Az. 3 Ws 409/24, vom 4. Februar 2025) genau…WeiterlesenEinziehung bei Steuerhinterziehung im selbständigen Einziehungsverfahren Quelle

1,5 Mio. Gewinn – Lohnt Holding?

📊 Straßenumfrage mit Herrn Juhn: Er rechnet live die Gewinne von Unternehmern aus – und stellt die alles entscheidende Frage: Lohnt sich hier eine Holding? 🏢💰 Erstaunlich, wie viel Steuersparpotenzial oft ungenutzt bleibt… #holdingstruktur #steueroptimierung #juhnrechnet

Workday-Einführung: Datenschutz beachten

Bei Betriebsvereinbarungen sind die Datenschutzgrundsätze der DSGVO einzuhalten. Darauf weist der Europäische Gerichtshof (EuGH) hin, der sich mit einer Klage auf Datenlöschung befasst hat. Betriebsvereinbarungen müssen den Anforderungen aus den Artikeln 5 (Transparenz), 6 (Rechtmäßigkeit) und 9 (Verarbeitung personenbezogener Daten) genügen. Es ist jetzt davon auszugehen, dass der Kläger in seinem Verfahren vor dem Bundesarbeitsgerich recht bekommen wird. Ausgangsfall Duldungsvereinbarung Der Konzern, zu dem die Beklagte des Ausgangsverfahrens gehört, führte im Jahr 2017 konzernweit die … Mehr

AI Act nach dem 2. August 2025: Warum der große Knall ausblieb und was jetzt wirklich zählt

Der 2. August ist vorbei – und was ist passiert? Nicht viel. Rund um den 2. August 2025 war die Aufregung groß: In der öffentlichen Debatte und vielen Unternehmen wurde ein „neues Zeitalter der KI-Regulierung“ beschworen, und viele fragten sich, ob sie nun sofort aktiv werden müssen. Doch jetzt, da das Datum vorbei ist, zeigt sich: Für die überwältigende Mehrheit der Unternehmen hat sich nichts Wesentliches geändert. Kein Kontrollbesuch, keine neuen Meldepflichten, keine regulatorische Schockwelle. Die große Welle blieb aus – … Mehr

Update: beA und Finanzverwaltung

 In einem meiner Fälle, in denen ich Sprungklage erhoben habe, weil ich das Finanzamt nicht per beA anschreiben darf – ich danke nochmals der Ampel- , will das Finanzamt nun teilweise abhelfen, wozu ich mich erklären solle. Wollte ich, aber telefonisch. Das reicht der sehr freundlichen Sachbearbeiterin nicht. Sie möchte es schriftlich oder per Elster. Ich antworte, dass ich für gesetzgeberisches Versagen weder Papier noch Porto verschwende, mein Fax abgestellt ist und ich nichts in … Mehr

S04E11: Zweiter Anlauf zum NIS-2-Umsetzungsgesetz

Manche Gesetze brauchen eben eine zweite Chance – das NIS-2-Umsetzungsgesetz startet in Runde zwei, und wir fragen uns: Wird’s diesmal was? Um das zu klären, haben sich Kim Künstner und Thorsten Walter tatkräftige Unterstützung an Bord geholt. Gemeinsam mit Anna Cardillo nehmen die drei den Entwurf unter die Lupe und beantworten unter anderem die Frage, wie aus den mysteriösen TOOMs wieder TOMs wurden – und wie die Cyber-Hygiene unter die Räder kam. Beim CyberDay Frankfurt … Mehr