Bank- und Kapitalmarktrecht

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Heute möchte ich über eine BGH-Entscheidung aus dem Sommer 2025 (II ZR 137/23) kurz darstellen, die die praktisch relevante Frage betrifft, welche Stimmenmehrheit für die Veräußerung einer Fondsimmobilie notwendig ist, wenn das wesentliche Vermögen einer Publikums-KG aus nur einer Immobilie besteht.1. SachverhaltGegenstand des Rechtsstreits war die Wirksamkeit eines Gesellschafterbeschlusses einer Publikumskommanditgesellschaft, deren einziges wesentliches Vermögen aus einer Büroimmobilie bestand.Im Gesellschaftsvertrag der KG war geregelt, dass die Auflösung der Gesellschaft durch den Komplementär eines Zustimmungsbeschlusses der... Mehr
Veröffentlicht: 13.02.2026
Blog: Kapitalmarktrecht Online
Der Schock nach einem Kryptobetrug sitzt tief. Oftmals scheint es, als sei das investierte Vermögen unwiederbringlich verloren, sobald es in den Händen von Betrügern auf einer dezentralen Blockchain gelandet ist. Die landläufige Meinung, dass Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum unangreifbar und nicht rückholbar sind, trägt zu diesem Gefühl der Ohnmacht bei. Doch es gibt eine wichtige Ausnahme, die vielen Anlegern nicht bewusst ist: Zentralisierte Stablecoins wie Tether (USDT) oder USD Coin (USDC) bieten unter bestimmten... Mehr
Veröffentlicht: 12.02.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Der Markt für Kryptowährungen wächst seit Jahren kontinuierlich und spricht zunehmend auch private Anleger an. Parallel dazu ist jedoch eine steigende Zahl unseriöser Online-Trading-Angebote zu beobachten. Eine dieser Plattformen ist Sigmax-Trading.com. Nach einer näheren Analyse ergeben sich erhebliche Zweifel an der Seriosität dieses Angebots. Mehrere Auffälligkeiten legen nahe, dass Anleger hier mit einem erheblichen finanziellen Risiko konfrontiert sein könnten. Der Handel mit Kryptowährungen erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Anzahl... Mehr
Veröffentlicht: 05.02.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Kolleginnen und Kollegen,also, bei mir ist heute Montag, bei Ihnen auch? Die Synapsen, die eine kreative Einleitung schreiben könnten, sind bei mir noch nicht wach. Also kommen wir gleich zum Wesentlichen. Was gab es Neues im Januar? Das Bankenrichtlinienumsetzungs- und Bürokratieentlastungsgesetz – kurz BRUBEG – und das Standortfördergesetz wurden endlich verabschiedet. Die BaFin hat veröffentlich, welche Risiken 2026 für sie im Fokus stehen. Es gab Neues zu ESG Stresstests und zum... Mehr
Veröffentlicht: 31.01.2026
Blog: Plattform Compliance
Die Aussicht auf schnelle Gewinne und die enorme Dynamik des Kryptomarktes führen immer wieder dazu, dass Anleger auf unseriöse Anbieter hereinfallen. Genau hier setzt die Problematik rund um Metayieldcapital.com an. Nach zahlreichen Berichten Betroffener steht die Plattform im Verdacht, mit unrealistischen Renditeversprechen zu arbeiten und Nutzer systematisch zu weiteren Einzahlungen zu drängen. Typisch für solche Konstellationen ist ein Ablauf, der sich auch hier widerspiegelt: Anfangs werden scheinbare Gewinne angezeigt, um Vertrauen aufzubauen. Sobald jedoch eine... Mehr
Veröffentlicht: 27.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
In Mandaten rund um ThomasLloyd-Produkte begegnet Anlegern immer wieder dasselbe Kernproblem:Wer investiert hat, möchte später liquidieren oder zurückgeben – doch Rückgaben dauern, ein Börsenhandel existiert faktisch nicht oder ist nicht nutzbar, und Prospektunterlagen fehlen oder werden nur unvollständig herausgegeben. Besonders relevant ist, dass die französische Finanzaufsicht AMF im Kontext bestimmter ThomasLloyd-Produkte bzw. deren Vertrieb klar auf erhebliche Einschränkungen hingewiesen hat. In Frankreich wurde u. a. kommuniziert, dass die luxemburgische „THOMAS LLOYD SICAV“ nur an professionelle... Mehr
Veröffentlicht: 26.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Viele Anlegerinnen und Anleger, die in Fonds der ThomasLloyd Group investiert haben, stehen derzeit vor einer zentralen Frage: Ist eine Rückgabe der Fondsanteile möglich – auch dann, wenn kein aktiver Börsenhandel (mehr) stattfindet? Diese Frage ist berechtigt, denn häufig wird Anlegern suggeriert, eine Rückgabe sei nur über die Börse möglich oder faktisch ausgeschlossen. Das ist rechtlich nicht korrekt. Dieser Beitrag erklärt ausführlich, verständlich und rechtlich sauber, um welche Fonds es sich handelt, welche ISIN konkret... Mehr
Veröffentlicht: 26.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Telefonische Anlageberatung durch Banken und Wertpapierdienstleister ist heute Standard. Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Wertpapieren, Fonds oder Zertifikaten werden häufig vollständig am Telefon vorbereitet oder abgeschlossen. Kommt es später zu Streitigkeiten wegen Falschberatung, unzureichender Risikoaufklärung oder fehlerhafter Orderausführung, stellt sich regelmäßig eine zentrale Frage:Wie lässt sich der tatsächliche Inhalt des Beratungsgesprächs beweisen? Genau dieses praktische Problem war der Ausgangspunkt für die Einführung von § 83 WpHG. Die Vorschrift verpflichtet Banken zur Aufzeichnung von Telefonaten und gewährt... Mehr
Veröffentlicht: 26.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
In diesem Ratgeber beschäftigen wir uns mit dem Thema Online-Banking-Betrug: Wer haftet? Zunächst gilt: Onlinebanking bietet einen schnellen Zugang zum Konto, gleichzeitig nutzen Betrüger jede Lücke, um an Geld oder Daten zu kommen. Viele Fälle beginnen mit Phishing-Mails, vermeintlichen SMS der “Bank”, falschen Banking-Webseiten, einem unerwarteten Anruf oder Nachrichten, die angeblich von einer Bank, einer Sparkasse oder einem bekannten Unternehmen stammen. Auch Kleinanzeigen sind oft Einfallstore. Kriminelle setzen dabei auf Druck, Stress und täuschend echte... Mehr
Veröffentlicht: 20.01.2026
Blog: Anwaltskanzlei Heinemann – Bank- und Kapitalmarktrecht
Kryptowährungen haben sich in kurzer Zeit zu einem relevanten Bestandteil privater und unternehmerischer Vermögensstrukturen entwickelt. Parallel dazu steigt die Zahl professionell organisierter Betrugsfälle. Häufig geht es nicht nur um einzelne Täuschungshandlungen, sondern um komplexe Konstruktionen aus gefälschten Trading Plattformen, Social Engineering, angeblichem Support und internationaler Zahlungsabwicklung. In der Praxis entscheidet weniger die bloße Vermutung eines Betrugs, sondern die Qualität der Nachweise darüber, ob Ermittlungsbehörden effektiv arbeiten können und ob zivilrechtliche Schritte Aussicht auf Erfolg haben.... Mehr
Veröffentlicht: 19.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat am 13. Januar 2026 eine Warnmeldung zu Five Pillars DeFi und der Website fivepillarstoken.com veröffentlicht. Nach den derzeit vorliegenden Erkenntnissen bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die bislang unbekannten Betreiber Kryptowerte bezogene Dienstleistungen gegenüber Nutzerinnen und Nutzern in Deutschland erbringen, ohne über die hierfür erforderliche Erlaubnis zu verfügen. Auf der Internetpräsenz werden unter anderem Leistungen wie Crypto Debit Cards sowie Modelle rund um Staking unter Verwendung eines sogenannten Five Pillars Token... Mehr
Veröffentlicht: 18.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Der Betrug mit Kryptowährungen entwickelt sich rasant weiter. Während klassische Phishing-Mails zunehmend an Wirkung verlieren, setzen Täter vermehrt auf künstliche Intelligenz und Deepfake-Technologie. Täuschend echte Videos, Stimmen und Live-Anrufe werden genutzt, um Vertrauen aufzubauen und Betroffene zu finanziellen Transaktionen zu bewegen. Diese Form des Krypto-Betrugs stellt eine neue Eskalationsstufe digitaler Wirtschaftskriminalität dar. Deepfakes als neues Werkzeug im Anlagebetrug Bei Deepfakes handelt es sich um KI-generierte Inhalte, die reale Personen realistisch imitieren. Stimmen, Gesichtsausdrücke und sogar... Mehr
Veröffentlicht: 17.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Der Betrug mit Kryptowährungen erfolgt zunehmend über digitale Werbeanzeigen in Apps und sozialen Netzwerken. Ein aktueller Fall aus Heidelberg zeigt, wie schnell aus einem vermeintlich harmlosen Einstieg ein erheblicher finanzieller Schaden entstehen kann. Ein 64-jähriger Mann verlor durch einen Krypto-Betrug mehr als 40.000 Euro. Verhängnisvolle App-Anzeige als Einstieg in den Betrug Bereits im Juni 2025 stieß der Mann auf eine Anzeige innerhalb einer Handy-App, in der mit gewinnbringenden Investitionen in Kryptowährungen geworben wurde. Die Anzeige... Mehr
Veröffentlicht: 16.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Die Finanzämter setzen bei Betriebsprüfungen und Steuerfahndungen im Kryptobereich zunehmend voraus, dass vollständige Rohdaten der jeweiligen Börsen bereitgestellt werden. Zusätzlich ist es erforderlich bei der Erstellung der Steuerreporte im Rahmen der privaten Vermögensverwaltung (z.B. mit CoinTracking und Blockpit) oder bei der Erstellung der Finanzbuchhaltung bei gewerblichen Investoren sicherzustellen, dass eine lückenlose Überleitung von Rohdaten zu Steuerreport und Buchhaltung besteht.Freiburger Behörde fordert Rohdaten als CSV-DateiSo hat bspw. die Steuerfahndung in Freiburg gefordert, rohe Börsendaten idealerweise als... Mehr
Veröffentlicht: 15.01.2026
Blog: Winheller - Bankrecht & Finanzrecht
Unautorisierte Apple-Pay-Zahlungen – Bank haftet für Kartenmissbrauch Hohe Abbuchungen über Apple Pay, die Sie nicht selbst ausgelöst haben?Banken und Sparkassen lehnen eine Erstattung häufig mit dem pauschalen Hinweis auf „Autorisierung“ oder angebliche Fahrlässigkeit ab.Die aktuelle Rechtsprechung – insbesondere das Urteil des OLG Karlsruhe vom 23.12.2025 (Az. 17 U 113/23) – zeigt jedoch eindeutig:In vielen Fällen haften Banken vollständig. Unsere Kanzlei vertritt bundesweit Bankkunden bei der Durchsetzung von Erstattungsansprüchen gegen Sparkassen, Volksbanken, Direktbanken und private Geschäftsbanken.... Mehr
Veröffentlicht: 15.01.2026
Blog: ZRWD Rechtsanwälte - Bank- und Kapitalmarktrecht
Der Betrug mit Kryptowährungen hat weltweit stark zugenommen und entwickelt sich zunehmend zu einer der bedeutendsten Formen digitaler Wirtschaftskriminalität. Organisierte Tätergruppen nutzen gezielt das Vertrauen von Menschen aus, die in Kryptowährungen investieren oder sich erstmals mit diesem Markt beschäftigen. Besonders verbreitet sind strukturierte Anlagebetrugsmodelle, bei denen Opfer über einen längeren Zeitraum hinweg finanziell ausgebeutet werden. Eine dieser Vorgehensweisen wird international als Pig Butchering bezeichnet. Zunehmende Fälle von Kryptobetrug in Deutschland und weltweit Der Anstieg von... Mehr
Veröffentlicht: 15.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
Immer mehr Krypto-Enthusiasten initiieren die Erstellung und den Handel von Meme-Coins auf Kryptowährungsplattformen („Plattform“) im Internet wie „pump.fun“. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob dies durch die Verordnung VO (EU) 2023/1114 (Markets in Crypto-Assets Regulation – MiCAR) oder nach einem anderen Gesetz reguliert ist.Begriff und Funktionsweise von Meme-CoinsMeme-Coins, wie z. B. SHIBA, PEPE, DOGECOIN sind digitale Token, die auf Internet-Memes oder Trends basieren und meist keinen echten Anwendungszweck haben. Die bekanntesten Beispiele sind... Mehr
Veröffentlicht: 14.01.2026
Blog: Winheller - Bankrecht & Finanzrecht
*]:pointer-events-auto scroll-mt-[calc(var(--header-height)+min(200px,max(70px,20svh)))]" dir="auto" tabindex="-1" data-turn-id="ebf3d49a-c071-4ac0-8503-37fa91c3aeb5" data-testid="conversation-turn-8" data-scroll-anchor="false" data-turn="assistant"> Warum Immobilienfonds plötzlich an Wert verlieren können – verständlich erklärt Viele Privatanleger entscheiden sich für offene Immobilienfonds, weil sie als besonders stabil gelten. Die Wertentwicklung wirkt oft ruhig, Schwankungen scheinen gering. Genau hier liegt jedoch ein zentrales Missverständnis – und eine der häufigsten Ursachen für spätere Enttäuschungen. Immobilienfonds werden nicht wie Aktien täglich neu bewertet Der Anteilspreis eines Immobilienfonds wird zwar regelmäßig veröffentlicht (teilweise täglich), die zugrunde... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Investmentfonds gelten für viele Privatanleger als bequeme Möglichkeit, Kapital breit gestreut und professionell verwaltet zu investieren. Doch trotz der weit verbreiteten Nutzung bergen Fonds für Anleger eine Reihe von Risiken, Fehlerquellen und rechtlichen Fallstricken – gerade im gegenwärtigen Marktumfeld. Als Rechtsanwältin mit Fachkenntnissen im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) können Sie Anleger über diese Risiken aufklären, präventiv beraten und im Fall von Fehlverhalten Ansprüche durchsetzen. 1. Unterperformance und Marktvolatilität: Erwartungen versus Realität Ein zentrales Risiko für Anleger ist,... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
1) Was ist „Vermögensverwaltung“ rechtlich überhaupt? Bei der klassischen Vermögensverwaltung (aufsichtsrechtlich meist Finanzportfolioverwaltung) trifft der Vermögensverwalter Anlageentscheidungen mit eigenem Entscheidungsspielraum für Ihr Depot – typischerweise auf Basis einer Vollmacht und innerhalb vorher vereinbarter Leitplanken (Anlagerichtlinien/Strategie). Genau dieses „Entscheiden ohne jede Einzel-Freigabe“ ist der Kern der Finanzportfolioverwaltung. Wichtig: Das ist etwas anderes als Anlageberatung. Bei der Beratung entscheiden Sie selbst, der Berater empfiehlt nur. In der Vermögensverwaltung entscheidet der Verwalter im Rahmen der Vereinbarungen. 2) Welche... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Rechte von Privatanlegern, rechtliche Einordnung und aktuelle Rechtsprechung Fehlerhafte Wertpapierorders – sogenannte Mis-Trades (auch: Mistrades oder Fehlgeschäfte) – kommen häufiger vor, als viele Privatanleger vermuten. Ein falsches Komma, ein Zahlendreher oder ein technischer Fehler können erhebliche finanzielle Folgen haben. Umso wichtiger ist es zu wissen, wann ein Mis-Trade rechtlich angreifbar ist, welche Unterschiede zwischen börslichem und außerbörslichem Handel bestehen und wann Gerichte eine Anfechtung akzeptieren. Dieser Beitrag richtet sich ausdrücklich an Privatanleger und beantwortet die... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Was ist eine Stop-Loss-Order? Eine Stop-Loss-Order ist ein gängiges Instrument des Risikomanagements. Der Anleger legt einen Kurs fest („Stop-Preis“). Wird dieser erreicht oder unterschritten, wird automatisch eine Verkaufsorder ausgelöst. Ziel ist es, Verluste zu begrenzen. Wichtig für Privatanleger:Die Stop-Loss-Order garantiert keinen bestimmten Verkaufspreis. Nach Auslösung wird regelmäßig eine unlimitierte Marktorder platziert. Bei starken Kursschwankungen oder geringer Liquidität kann es daher zu erheblichen Abweichungen kommen („Slippage“). Typische Risiken in der Praxis Aus anwaltlicher Sicht treten immer... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Aufgaben, Pflichten, Haftung und Anlegeransprüche nach dem KAGB 1. Begriff und Funktion der Verwahrstelle Die Verwahrstelle ist ein zentrales Schutzorgan im Investmentrecht. Sie fungiert als unabhängige Kontroll- und Verwahrinstitution eines Investmentfonds und soll sicherstellen, dass das Fondsvermögen ordnungsgemäß verwahrt, verwendet und überwacht wird. Rechtsgrundlage ist das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), insbesondere die §§ 68 ff. KAGB (für AIF) sowie §§ 80 ff. KAGB (für OGAW/Publikumsfonds). Die Verwahrstelle ist nicht identisch mit der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG), sondern steht dieser... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Einordnung und Bedeutung der Depotstelle Die Depotstelle – häufig auch Depotbank genannt – nimmt im deutschen Investment- und Kapitalmarktrecht eine zentrale Kontroll- und Schutzfunktion ein. Sie ist keineswegs nur technischer Verwahrer von Wertpapieren, sondern ein gesetzlich verankerter Gatekeeper, der im Interesse der Anleger handeln muss. Dies gilt insbesondere bei Investmentfonds, geschlossenen Beteiligungen und sonstigen kollektiven Vermögensanlagen. Gerade für Privatanleger ist oft nicht ersichtlich, dass ihnen eigene, unmittelbare Rechte gegen die Depotbank zustehen können – unabhängig... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Was Anleger wissen müssen – verständlich, rechtlich fundiert und mandantenorientiert Viele Privatanleger investieren in Investmentfonds, insbesondere Immobilien-, Infrastruktur- oder Spezialfonds, ohne zu wissen, wer tatsächlich für die Verwaltung, Kontrolle und Rechtmäßigkeit der Anlage verantwortlich ist. Diese zentrale Rolle übernimmt die Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG). Kommt es zu Verlusten, Falschinformationen oder Pflichtverletzungen, stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Kann ich meine Ansprüche direkt gegen die KVG geltend machen – und wenn ja, auf welcher gesetzlichen Grundlage? Die... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Warum dieses Thema wichtig ist:Viele Privatanleger gehen davon aus, dass ein Depotübertrag – etwa von einer deutschen Bank zu einer französischen oder europäischen Bank – eine reine Formsache ist. In der anwaltlichen Praxis zeigt sich jedoch regelmäßig das Gegenteil: Wochen- oder monatelange Verzögerungen, nicht auffindbare Aktien, fehlende Einstandskurse oder blockierte Verkaufsrechte. Genau hier entstehen rechtliche Ansprüche, die häufig nicht genutzt werden, weil die Abläufe im Hintergrund kaum bekannt sind. Dieser Beitrag erklärt mandantenverständlich, wo Aktien... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Wie das deutsche Börsensystem funktioniert und wann anwaltliche Beratung sinnvoll ist Viele Privatanleger investieren in Aktien oder Fonds, ohne das deutsche Börsensystem wirklich zu verstehen. Begriffe wie Prime Standard, DAX, MDAX oder SDAX klingen vertraut – ihre rechtliche und wirtschaftliche Bedeutung ist jedoch oft unklar.Gerade diese Wissenslücken führen in der Praxis zu Fehlentscheidungen, Falschberatung und finanziellen Verlusten. Als auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei erläutern wir nachfolgend die Grundlagen – und zeigen auf, wann Anleger... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes

 

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Gespräch mit Herrn Woldemar Häring und Herrn Dr. Christopher Ruof von der Kanzlei White & Case Habe ich bei Verstößen gegen Aufsichtsrecht nur aufsichtsrechtliche Konsequenzen zu befürchten? Oder kann es auch zu Schadensersatzansprüchen von Kunden kommen? Und muss ich mir da vielleicht auch als Geschäftsleiter Sorgen machen? – Wovon hängt das ab? Und wie hoch können solche Schadensersatzansprüche sein? Vor solchen Fragen stehe ich gemeinsam mit meinen Kunden immer wieder. Daher freue ich mich, dass... Mehr
Veröffentlicht: 24.09.2025
Podcast: Finanzmarkt Compliance - Podcast
Gespräch mit Frau Heike Schmitz von der Anwaltskanzlei Herbert Smith Freehills Kramer In dieser Folge geht es um die SFDR, also um die Offenlegungsverordnung im Bereich Sustainable Finance. Die Umsetzung der SFDR hat ja einige von uns echt Nerven gekostet. Aber hat die SFDR auch erreicht, was sie erreichen sollte? Und kann sie das überhaupt? Für die SFDR läuft gerade ein Review. Es liegt auch ein Vorschlag für eine Neufassung der SFDR auf dem Tisch,... Mehr
Veröffentlicht: 22.08.2025
Podcast: Finanzmarkt Compliance - Podcast
Gespräch mit Herrn Dr. Tobias Bauerfeind und Herrn Dr. Detmar Loff von der Anwaltskanzlei Ashurst In dieser Folge geht es um das Zuwendungsverbot bei Wertpapierdienstleistungen. Das Thema führt in der praktischen Umsetzung nach meiner Erfahrung häufiger zu diversen Fragezeichen. Also schauen wir uns das mal genauer an. Zu Gast sind in dieser Folge Herr Dr. Tobias Bauerfeind und Herr Dr. Detmar Loff. Beide sind für die Anwaltskanzlei Ashurst tätig. Herr Dr. Loff leitet die deutsche... Mehr
Veröffentlicht: 17.06.2025
Podcast: Finanzmarkt Compliance - Podcast