Aktuelles zur Anlageberatung

Diese Seite bündelt täglich aktualisierte Beiträge zur Anlageberatung – kuratiert aus deutschsprachigen Fachblogs, YouTube-Kanälen und Podcasts. Ob aktuelle Urteile zur Haftung bei fehlerhafter Anlageberatung, neue MiFID-II-Anforderungen an die Geeignetheitsprüfung oder Praxisbeiträge zur Dokumentationspflicht und zum Provisionsverbot: Hier finden Sie alle relevanten Inhalte zur Anlageberatung auf einen Blick.

Die Seite richtet sich an Anlegerinnen und Anleger, die ihre Rechte bei Falschberatung kennen möchten, ebenso wie an Bankrechtsanwältinnen und -anwälte, Compliance-Fachleute in Wertpapierfirmen und alle, die aktuelle Entwicklungen im Anlageberatungsrecht verfolgen.

Recht Umschau aggregiert Beiträge aus zahlreichen Bank- und Kapitalmarktrecht-Quellen gleichzeitig. So verpassen Sie keine relevante Entscheidung und keinen Fachbeitrag – von Geeignetheitsprüfung und Geeignetheitsbericht nach MiFID II über Schadensersatzhaftung und Beweislastverteilung bis hin zur Retail Investment Strategy, dem möglichen EU-Provisionsverbot und aktuellen BGH-Urteilen zur Anlageberaterhaftung.

Blogs

1) Was bedeutet „Churning“? Churning ist der Begriff für übermäßiges Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren im Kundendepot, das nicht (mehr) durch Ihre Anlageziele, Ihr Risikoprofil oder eine nachvollziehbare Strategie erklärt werden kann – sondern vor allem Kosten, Provisionen, Kickbacks oder Gebühren erzeugt. Typische Merkmale: Auffällig hohe Umschlagshäufigkeit (viele Trades pro Monat/Quartal ohne klaren Anlass) Rendite bleibt hinter Markt/Benchmark zurück, obwohl „ständig gearbeitet“ wird Kosten fressen Ertrag (Transaktionskosten, Spreads, Ausgabeaufschläge, Management- und Performance-Fees) Kurzfristige Hin-und-her-Wechsel (z.... Mehr
Veröffentlicht: 20.02.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
1) Was ist „Vermögensverwaltung“ im Kapitalmarktrecht? Unter (Finanz-)Vermögensverwaltung / Finanzportfolioverwaltung versteht man typischerweise, dass ein Dienstleister ein einzelnes in Finanzinstrumenten angelegtes Vermögen eines Kunden mit eigenem Entscheidungsspielraum verwaltet – also ohne dass der Kunde jede einzelne Transaktion vorher freigibt. Klassisch: Der Kunde erteilt eine Anlagestrategie (z. B. „defensiv“, „ausgewogen“, „Aktienquote max. 40 %“), und der Verwalter setzt diese eigenständig um. Die BaFin beschreibt den Tatbestand der Finanzportfolioverwaltung genau in diesem Sinn. Abgrenzung : Anlageberatung: Empfehlung,... Mehr
Veröffentlicht: 20.02.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Banken-Kette: Zwischenbanken, Empfängerbank: Schritt-für-Schritt zum richtigen Beklagten (inkl. Drittschadensliquidation) Zwei BGH-Urteile, die heute über Erfolg oder Misserfolg von Bankklagen entscheiden (XI ZR 56/07 – 06.05.2008; XI ZR 327/22 – 14.05.2024)   1) Worum geht es – und warum ist das gerade heute so wichtig? In sehr vielen Betrugsfällen (Fake-Festgeld, Schein-Broker, Anlagebetrug, „Treuhandkonten“, internationale Zahlungswege) läuft das Geld nicht „direkt“ zur Täterbank, sondern über eine Kette: Hausbank des Kunden ? Zwischenbank(en) ? Empfängerbank. Wer dann die... Mehr
Veröffentlicht: 14.02.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Telefonische Anlageberatung durch Banken und Wertpapierdienstleister ist heute Standard. Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Wertpapieren, Fonds oder Zertifikaten werden häufig vollständig am Telefon vorbereitet oder abgeschlossen. Kommt es später zu Streitigkeiten wegen Falschberatung, unzureichender Risikoaufklärung oder fehlerhafter Orderausführung, stellt sich regelmäßig eine zentrale Frage:Wie lässt sich der tatsächliche Inhalt des Beratungsgesprächs beweisen? Genau dieses praktische Problem war der Ausgangspunkt für die Einführung von § 83 WpHG. Die Vorschrift verpflichtet Banken zur Aufzeichnung von Telefonaten und gewährt... Mehr
Veröffentlicht: 26.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Der Betrug mit Kryptowährungen erfolgt zunehmend über digitale Werbeanzeigen in Apps und sozialen Netzwerken. Ein aktueller Fall aus Heidelberg zeigt, wie schnell aus einem vermeintlich harmlosen Einstieg ein erheblicher finanzieller Schaden entstehen kann. Ein 64-jähriger Mann verlor durch einen Krypto-Betrug mehr als 40.000 Euro. Verhängnisvolle App-Anzeige als Einstieg in den Betrug Bereits im Juni 2025 stieß der Mann auf eine Anzeige innerhalb einer Handy-App, in der mit gewinnbringenden Investitionen in Kryptowährungen geworben wurde. Die Anzeige... Mehr
Veröffentlicht: 16.01.2026
Blog: Rogert & Ulbrich Rechtsanwälte – Bank- und Kapitalmarktrecht
1) Was ist „Vermögensverwaltung“ rechtlich überhaupt? Bei der klassischen Vermögensverwaltung (aufsichtsrechtlich meist Finanzportfolioverwaltung) trifft der Vermögensverwalter Anlageentscheidungen mit eigenem Entscheidungsspielraum für Ihr Depot – typischerweise auf Basis einer Vollmacht und innerhalb vorher vereinbarter Leitplanken (Anlagerichtlinien/Strategie). Genau dieses „Entscheiden ohne jede Einzel-Freigabe“ ist der Kern der Finanzportfolioverwaltung. Wichtig: Das ist etwas anderes als Anlageberatung. Bei der Beratung entscheiden Sie selbst, der Berater empfiehlt nur. In der Vermögensverwaltung entscheidet der Verwalter im Rahmen der Vereinbarungen. 2) Welche... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
Wie das deutsche Börsensystem funktioniert und wann anwaltliche Beratung sinnvoll ist Viele Privatanleger investieren in Aktien oder Fonds, ohne das deutsche Börsensystem wirklich zu verstehen. Begriffe wie Prime Standard, DAX, MDAX oder SDAX klingen vertraut – ihre rechtliche und wirtschaftliche Bedeutung ist jedoch oft unklar.Gerade diese Wissenslücken führen in der Praxis zu Fehlentscheidungen, Falschberatung und finanziellen Verlusten. Als auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei erläutern wir nachfolgend die Grundlagen – und zeigen auf, wann Anleger... Mehr
Veröffentlicht: 11.01.2026
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Handan Kes
In diesem Beitrag wird darauf eingegangen, welche Finanzdienstleister ab dem 28. Juni 2025 die Anforderungen der digitalen Barrierefreiheit einzuhalten haben. Die digitale Barrierefreiheit gilt verpflichtend ab dem 28. Juni 2025. Grundlage hierfür ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 16. Juli 2021 (BFSG) und die entsprechende Verordnung zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 15. Juni 2022 (BFSGV). Da § 33 BFSG ein sog. Verbandsklagerecht normiert, besteht die Gefahr, dass nach Inkrafttreten des BFSG Finanzdienstleister von entsprechenden klageberechtigten Verbänden in Anspruch genommen... Mehr
Veröffentlicht: 19.02.2025
Blog: Kapitalmarktrecht Online
Anlegern des Immobilienfonds drohen finanzielle Verluste   Der geschlossene Immobilienfonds dii. Wohnimmobilien Deutschland 1 GmbH& Co. Geschlossene Investment-KG soll liquidiert werden. Das teilte die Paribus Kapitalverwaltungsgesellschaft den Anlegern mit Schreiben vom 9. Januar 2025 mit. Für die Anleger des Publikumsfonds bedeutet die Liquidation, dass sie sich auf finanzielle Verluste einstellen müssen. Die Liquidation des geschlossenen Immobilienfonds dii. Wohnimmobilien Deutschland 1 ist eine Folge der Insolvenz der d.i.i. Deutsche Invest Immobilien AG im März 2024. Der... Mehr
Veröffentlicht: 27.01.2025
Blog: MTR Legal – Kapitalmarktrecht
Degag Gruppe setzt Zins- und Rückzahlungen aus   Die Degag Immobiliengruppe hat über Genussrechte rund 275 Millionen Euro bei Anlegern eingesammelt. Nun müssen die ca. 4.700 Anleger um ihr investiertes Geld fürchten. Wie die Deutsche Grundbesitz Holding AG (Degag) Mitte Dezember mitteilte, setzt sie die Zins- und Rückzahlungen an die Anleger aus. Die Degag stützt den Auszahlungsstopp auf den vertraglich vereinbarten Nachrang der Forderungen der Anleger. Für diese zeigt sich nun, dass sie in eine... Mehr
Veröffentlicht: 30.12.2024
Blog: MTR Legal – Kapitalmarktrecht
Insolvenzverfahren über Fonds d.i.i. 14 und dii. Wohnimmobilien Deutschland 2 eröffnet   Die Insolvenz der d.i.i. Deutsche Invest Immobilien AG in Wiesbaden hat nun auch direkte Folgen für zwei Fondsgesellschaften. Sowohl über die d.i.i. 14. GmbH & Co. Geschlossene Investment-KG als auch über die dii. Wohnimmobilien Deutschland 2 GmbH & Co. Geschlossene Investment-KG sind im Oktober 2024 die Insolvenzverfahren an den Amtsgerichten Frankfurt bzw. Wiesbaden eröffnet worden. Für die Anleger der Fonds d.i.i. 14 und... Mehr
Veröffentlicht: 22.11.2024
Blog: MTR Legal – Kapitalmarktrecht

 

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