Sonderinformation: EuGH zur Haftung von Unternehmen bei Geldwäscheverstößen
Mit Urteil vom 29. Januar 2026 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) eine wegweisende Entscheidung zur geldwäscherechtlichen Verantwortlichkeit von Unternehmen getroffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob ein Unternehmen nur dann für Verstöße gegen Geldwäschepflichten sanktioniert werden darf, wenn zuvor eine natürliche Person – etwa ein Mitarbeiter oder Organmitglied – förmlich als Beschuldigter benannt und ein individuelles Fehlverhalten festgestellt wurde. Die Antwort des EuGH ist eindeutig: Nein. 1. Ausgangsfall: Sanktion gegen österreichische Bank In dem entschiedenen … Mehr