Aktuelles zum Gewaltschutzgesetz

Das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) ist das wichtigste zivilrechtliche Schutzinstrument bei häuslicher Gewalt und Nachstellung. Es ermöglicht dem Familiengericht, auf Antrag des Opfers schnelle und wirksame Schutzmaßnahmen anzuordnen: Kontaktverbote, Annäherungsverbote, die Zuweisung der gemeinsamen Wohnung sowie bei Dringlichkeit – ohne vorherige Anhörung des Täters – einstweilige Verfügungen. Das Gewaltschutzgesetz gilt nicht nur für Ehepaare, sondern für alle Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben oder gelebt haben.

In der Praxis ist das Gewaltschutzgesetz ein schnelles und effektives Instrument: Einstweilige Verfügungen können noch am Tag der Antragstellung erlassen werden. Die Verletzung einer Schutzanordnung ist strafbar. Das Gesetz hat seit seiner Einführung im Jahr 2002 erheblich zur Verbesserung des Schutzes von Gewaltopfern beigetragen und wurde durch die Rechtsprechung stetig weiterentwickelt.

Recht Umschau aggregiert täglich aktuelle Rechtsnews zum Gewaltschutzgesetz. Wir kuratieren Beiträge aus Familienrechtsblogs, erklärende YouTube-Videos und Podcast-Episoden, die den Schutz durch das Gewaltschutzgesetz praxisnah erläutern. Ob neue Entscheidungen zur räumlichen Reichweite von Kontaktverboten, Fragen zur Beweislast oder aktuelle Reformdiskussionen – bei Recht Umschau finden Sie alle relevanten Informationen übersichtlich und aktuell.

Recht Umschau steht für tagesaktuelle erbrechtliche und familienrechtliche Rechtsnews – aus Blogs, YouTube und Podcasts, täglich kuratiert, kostenlos.

Blogs

Das Sorgerecht beschäftigt die Familiengerichte immer wieder. Die Liste von Dingen, die schnell zum Entzug des Sorgerechts führen können, ist lang. Übermäßiger Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie körperliche Gewalt gegenüber den Kindern sind nur die prominentesten Beispiele. Erst letztes Jahr statuierte das Oberlandesgericht Frankfurt noch, dass das Kindeswohl dabei stets im Vordergrund steht, nicht etwa die Sanktion der Eltern. Der Bundestag hat bereits eine umfassende Reform des Gewaltschutzgesetzes angekündigt. Update: Das Kind muss nicht selbst betroffen... Mehr
Veröffentlicht: 03.09.2025
Blog: Schumacher Rechtsanwälte & Steuerberater – Familienrecht
Überblick Zum Jahr 2025 treten im Familienrecht verschärfte Regelungen zum Schutz vor häuslicher Gewalt in Kraft. Betroffene sollen schneller und wirksamer gerichtlichen Schutz erhalten können. Schutzanordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz werden erweitert und Verfahren beschleunigt. Gerichte können leichter Maßnahmen wie Wohnungsüberlassung, Kontaktverbote oder Näherungsverbote anordnen. Auch der Kinderschutz rückt stärker in den Fokus: Das Wohl der Kinder wird bei gerichtlichen Entscheidungen noch stärker berücksichtigt. Ziel der Reform ist ein umfassenderer Schutz von Opfern häuslicher Gewalt und... Mehr
Veröffentlicht: 24.07.2025
Blog: Anwaltskanzlei Janina Grothe - Familienrecht
Der Beitrag Kontaktverbot nach Femizid: Schutz der Kinder hat Vorrang erschien als erstes auf Advocatae Kanzlei Berlin. Kontaktverbot nach Femizid: Oberlandesgericht schützt Kinder. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat ein bestehendes Kontaktverbot nach Femizid zwischen einem wegen Mordes verurteilten Vater und seinen drei Kindern um weitere dreieinhalb Jahre verlängert. Die Entscheidung stellt den Schutz der Kinder und ihre Traumaverarbeitung in den Mittelpunkt. Mutter getötet – Kontaktverbot nach Femizid verlängert Der Fall: Eine Frau hatte sich von... Mehr
Veröffentlicht: 23.07.2025
Blog: Advocatae Kanzlei Berlin - Familienrecht
Ein Blogbeitrag von Caroline Greb Was sind meine Rechte und wie erhalte ich Schutz vor häuslicher Gewalt? Laut aktueller Statistiken des Bundeskriminalamts wird jede dritte Frau in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt. Was oft mit Beleidigungen, Bedrohungen und Kontrolle durch den Partner beginnt, führt im schlimmsten Fall zu körperlicher oder sexualisierter Gewalt. Es handelt sich um ein strukturelles Problem, das alle sozialen Schichten und Altersgruppen betrifft. Auch Männer können Opfer häuslicher Gewalt werden. Umso... Mehr
Veröffentlicht: 04.12.2024
Blog: Kanzlei Kind & Recht

 

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