Aktuelles zum Wechselmodell

Das Wechselmodell – auch Doppelresidenzmodell genannt – ist ein Betreuungsmodell, bei dem das Kind nach der Trennung der Eltern annähernd gleichmäßig bei beiden Elternteilen lebt, zum Beispiel wochenweise im Wechsel. Es hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und wird sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Rechtsprechung intensiv diskutiert. Eine gesetzliche Regelung fehlt bislang; die Gerichte entwickeln das Recht im Einzelfall weiter.

Das Wechselmodell wirft eine Reihe komplexer Rechtsfragen auf: Wie wird der Kindesunterhalt beim Wechselmodell berechnet – schließlich hat keiner der Elternteile mehr allein den Barunterhalt zu tragen? Kann das Wechselmodell gerichtlich angeordnet werden, auch wenn ein Elternteil dagegen ist? Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit das Wechselmodell dem Kindeswohl entspricht? Und: Wie ist das Wechselmodell steuerlich zu behandeln – wer erhält den Kinderfreibetrag?

Recht Umschau hält Sie mit tagesaktuellen Rechtsnews zum Wechselmodell auf dem Laufenden. Täglich kuratieren wir Beiträge aus renommierten Familienrechtsblogs, anschauliche YouTube-Videos von Familienrechtsexperten und Podcast-Episoden, die das Wechselmodell aus rechtlicher und psychologischer Sicht beleuchten. Ob neue BGH-Entscheidungen, Reformdiskussionen oder Praxistipps zur Umsetzung – bei Recht Umschau finden Sie alles an einem Ort.

Blogs

Wenn Eltern sich trennen, stehen sie oft vor vielen Fragen. Neben rechtlichen Themen wie Scheidung, Unterhalt oder Umgang geht es vor allem um eines: Wie können gute Lösungen für die gemeinsamen Kinder gefunden werden? In meiner anwaltlichen Beratung erarbeite ich mit meinen Mandanten die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine faire und tragfähige Lösung. Gleichzeitig empfehle ich vielen Eltern zusätzlich ein Angebot, das in Trennungssituationen sehr hilfreich sein kann: die Familien- und Elternberatung. Diese Beratungsstellen werden staatlich... Mehr
Veröffentlicht: 25.03.2026
Blog: Schmitt & Haensler - Familienrecht
BGH, Beschluss vom 17.12.2025 – XII ZB 279/25 – „Abgrenzung von Umgangs- und Sorgerechtsverfahren„ Der Bundesgerichtshof hatte in einem Beschluss vom 17.12.2025 – XII ZB 279/25 (FamRZ 2026, 381) darüber zu entscheiden, ob in einem Umgangsverfahren eine Regelung mit dem Inhalt zulässig ist, dass es faktisch zur Umkehrung des Lebensmittelpunktes des Kindes kommt. Nach dem Sachverhalt wurde der Sohn geschiedener Eltern zunächst im Haushalt der Kindesmutter überwiegend betreut und versorgt, es hat Umgang mit dem Kindesvater... Mehr
Veröffentlicht: 17.03.2026
Blog: SRF Sickenberger Rehmet Frauenknecht Rechtsanwälte – Familienrecht
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Veröffentlicht: 04.03.2026
Blog: Advocatae Kanzlei Berlin - Familienrecht
KG Berlin, Beschluss vom 30.07.2015 – 16 UF 84/25 – „Paritätisches Wechselmodell und Kindergeld„ Durch das Kammergericht Berlin war in einem Beschluss vom 30.07.2025 – 16 UF 84/25 (FamRZ 2026, 190) in II. Instanz über den bezugsberechtigten Elternteil für das staatliche Kindergeld zu entscheiden, dies auf Grundlage eines paritätischen Wechselmodells. Grundlage ist insoweit § 64 EStG, wonach gemäß Abs. 1 die Auszahlung an den Berech-tigten zu erfolgen hat und bei gleicher Berechtigung vorrangig eine Bestimmung zwischen... Mehr
Veröffentlicht: 17.02.2026
Blog: SRF Sickenberger Rehmet Frauenknecht Rechtsanwälte – Familienrecht
Eine Ehe bringt nicht nur gemeinsame Pläne, sondern auch weitreichende rechtliche Folgen mit sich, die vielen Paaren erst spät bewusst werden. Ohne individuelle Regelungen greift automatisch das Gesetz und das passt nicht zu jeder Lebenssituation. Warum ein Ehevertrag hier mehr Sicherheit schafft, als viele vermuten, zeigt der folgende Beitrag.  Was ist ein Ehevertrag und wie ist er rechtlich einzuordnen? Es handelt sich um eine vertragliche Vereinbarung zwischen Ehegatten oder zukünftigen Ehegatten. Mit dieser passen sie... Mehr
Veröffentlicht: 11.02.2026
Blog: Schmitt & Haensler - Familienrecht
Ausgangspunkt: Barunterhalt und zusätzliche Betreuungsanteile Der Kindesunterhalt wird in der Praxis regelmäßig als Barunterhalt geschuldet, wenn ein Elternteil die laufende Betreuung überwiegend übernimmt, während der andere Elternteil seiner Unterhaltspflicht vorrangig durch Zahlungen nachkommt. Kommt es jedoch dazu, dass der barunterhaltspflichtige Elternteil das Kind in erheblichem Umfang mitbetreut, stellt sich die Frage, ob und in welchem Rahmen dies Auswirkungen auf die Höhe des zu leistenden Barunterhalts haben kann. Rechtlicher Rahmen: Unterhalt, Betreuung und Quoten Barunterhalt und... Mehr
Veröffentlicht: 04.02.2026
Blog: MTR Legal – Familienrecht
Was ist die Düsseldorfer Tabelle? Für wen ist die Düsseldorfer Tabelle relevant? Düsseldorfer Tabelle 2026: Was ändert sich? Was ist der Selbstbehalt und wie hoch ist er aktuell? Berechnung des Unterhalts Höhe der aktuellen Ansprüche Fazit Häufige Fragen 1. Was ist die Düsseldorfer Tabelle und wen betrifft sie? Die Düsseldorfer Tabelle findet ihre Bedeutung im Unterhaltsrecht. Vor allem – wenn auch nicht ausschließlich – nach einer Scheidung müssen die finanziellen Verhältnisse der Beteiligten (neu) geregelt... Mehr
Veröffentlicht: 02.12.2025
Blog: Kanzlei Hasselbach - Familienrecht
Eine Trennung ist nie einfach, besonders wenn Kinder im Spiel sind. Vor allem für unverheiratete Eltern stellen sich nach der Trennung viele Fragen: Wer zahlt den Unterhalt? Wie hoch ist er? Und was gilt, wenn das Kind abwechselnd bei beiden lebt? Dieser Beitrag klärt die wichtigsten Fragen rund um den Kindesunterhalt bei unverheirateten Eltern. 1. Kindesunterhalt – Wer ist verantwortlich? Dass beide Elternteile verpflichtet sind für den Unterhalt ihres Kindes zu sorgen, gilt unabhängig vom... Mehr
Veröffentlicht: 19.11.2025
Blog: Rechtsanwaltskanzlei Hufnagel - Familienrecht
Vereinfachtes Unterhaltsfestsetzungsverfahren und das Wechselmodell: Rechtliche Voraussetzungen und Grenzen Das Verfahren zur vereinfachten Festsetzung von Kindesunterhalt bietet grundsätzlich die Möglichkeit, Unterhaltsansprüche effizient und ohne langwieriges Klageverfahren titulieren zu lassen. Allerdings werfen Veränderungen im Familienalltag, insbesondere die Etablierung eines echten Wechselmodells, divergierende unterhaltsrechtliche Fragestellungen auf, die das Anwendungsspektrum des vereinfachten Verfahrens erheblich einschränken können. Die Entscheidung des OLG Brandenburg (Az.: 9 WF 160/17) illustriert die maßgeblichen Kriterien und praktischen Auswirkungen im Spannungsfeld zwischen Verfahrensrecht und materiellen... Mehr
Veröffentlicht: 18.10.2025
Blog: MTR Legal – Familienrecht
Was versteht man unter Wohnvorteil? Wohnvorteil beim Trennungsunterhalt Wohnvorteil und Kindesunterhalt Auswirkungen des Wohnvorteils auf den Elternunterhalt Fazit 1. Was versteht man unter Wohnvorteil? Unter Wohnvorteil versteht man den geldwerten Vorteil, den eine Person daraus zieht, dass sie mietfrei in einer Immobilie lebt, sei es im eigenen Haus oder in der früheren gemeinsamen Wohnung. Unterhaltsrechtlich wird dieser Vorteil als fiktives Einkommen behandelt und kann deshalb die Höhe einer Unterhaltspflicht erhöhen oder den Anspruch auf Unterhalt... Mehr
Veröffentlicht: 19.08.2025
Blog: Kanzlei Hasselbach - Familienrecht
Kindesunterhalt im echten Wechselmodell: Wahlmöglichkeiten des betreuenden Elternteils im Hinblick auf die Geltendmachung Das Wechselmodell, bei dem ein Kind von beiden Elternteilen annähernd gleichwertig betreut wird, gewinnt zunehmend an Bedeutung und stellt neue Anforderungen an die rechtliche Bewertung von Unterhaltsfragen. Im Zuge einer aktuellen Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts (Az.: 8 UF 161/23, Beschluss vom 17.01.2024 – veröffentlicht am 26.01.2024) wurde die Frage klargestellt, wie die Durchsetzung von Kindesunterhalt im echten Wechselmodell verfahrenstechnisch ausgestaltet werden kann.... Mehr
Veröffentlicht: 30.07.2025
Blog: MTR Legal – Familienrecht
Getrennte Eltern kennen das Problem: Wer hat die Kinder wann? Wie werden Feiertage oder Geburtstage aufgeteilt? Wer muss sich bei den Ferien nach wem richten? Und stimmt das eigentlich noch mit den Vereinbarungen von letztem Jahr überein? Um bei solchen Fragen zu unterstützen, haben wir einen Umgangskalender entwickelt. Mit unserem Umgangskalender gestalten und planen Sie die Umgänge transparent, fair und übersichtlich. Umgangskalender herunterladen Das bietet der Kalender Der Umgangskalender 2025/2026 erfasst den Zeitraum von August... Mehr
Veröffentlicht: 30.05.2025
Blog: Anwaltskanzlei Janina Grothe - Familienrecht
Die meisten Trennungskinder leben hauptsächlich bei einem Elternteil, während der andere sein Umgangsrecht ausübt und Unterhalt in bar leistet (Residenzmodell). Immer mehr Elternpaare möchten sich aber die Kinderbetreuung hälftig aufteilen. Deshalb gewinnt das sogenannte Wechselmodell zunehmend an Bedeutung. Was ist das Wechselmodell? Beim Residenzmodell hat das Kind seinen Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil, während der andere nur für kürzere Zeiträume die Betreuung übernimmt, etwa am Wochenende oder im Urlaub. Beim Wechselmodell verbringt das Kind etwa die... Mehr
Veröffentlicht: 08.04.2025
Blog: Schmitt & Haensler - Familienrecht
Grundsätzlich bildet die Düsseldorfer Tabelle die Grundlage für die Berechnung des Kindesunterhalts. Ein darüber hinausgehender Mehrbedarf und/oder Sonderbedarf muss gesondert geltend gemacht werden. Wenn ein Kind nach der Trennung seiner Eltern überwiegend bei einem Elternteil aufwächst, ist der andere zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet. Die Düsseldorfer Tabelle regelt den sogenannten Grundbedarf eines Kindes, wie Unterkunft, Verpflegung und Kleidung. Was aber passiert, wenn das Kind plötzlich eine Zahnspange braucht oder Reitstunden nehmen will? Definition von Mehrbedarf... Mehr
Veröffentlicht: 06.01.2025
Blog: Kanzlei Hasselbach - Familienrecht
Was ist die Düsseldorfer Tabelle? Für wen ist die Düsseldorfer Tabelle relevant? Düsseldorfer Tabelle 2025: Was ändert sich? Was ist der Selbstbehalt und wie hoch ist er aktuell? Berechnung des Unterhalts Höhe der aktuellen Ansprüche Fazit Häufige Fragen 1. Was ist die Düsseldorfer Tabelle und wen betrifft sie? Die Düsseldorfer Tabelle findet ihre Bedeutung im Unterhaltsrecht. Vor allem – wenn auch nicht ausschließlich – nach einer Scheidung müssen die finanziellen Verhältnisse der Beteiligten (neu) geregelt... Mehr
Veröffentlicht: 01.01.2025
Blog: Kanzlei Hasselbach - Familienrecht
In Deutschland haben Ehepaare die Wahl unter drei Güterständen, um ihre vermögensrechtlichen Beziehungen während der Ehe zu regeln: Sie können sich für die Gütertrennung, die Gütergemeinschaft oder die Zugewinngemeinschaft entscheiden. Treffen sie keine Vereinbarung, gilt der gesetzlich vorgesehene Güterstand der Zugewinngemeinschaft (§ 1363 I BGB). Der Güterstand wirkt sich nicht erst im Falle einer Scheidung oder beim Tod eines Ehepartners aus, sondern hat schon während der Ehe Konsequenzen. Deswegen sollten sich alle Ehepaare frühzeitig Gedanken... Mehr
Veröffentlicht: 02.12.2024
Blog: Schmitt & Haensler - Familienrecht
Unterschied zwischen einer Scheidung mit und ohne Ehevertrag Wer bekommt was bei einer Scheidung ohne Ehevertrag? Was passiert mit dem gemeinsamen Haus? Wer behält Erbe und Schenkungen? Ausgleich der Rentenansprüche durch einen Versorgungsausgleich Unterhaltsansprüche der Ehegatten Was ist mit den Kindern? Risiken einer Scheidung ohne Ehevertrag für Unternehmer Ablauf und Dauer einer Scheidung ohne Ehevertrag im Überblick Fazit 1. Unterschied zwischen einer Scheidung mit und ohne Ehevertrag Scheidung mit Ehevertrag Mit einem Ehevertrag können Ehepartner... Mehr
Veröffentlicht: 25.09.2024
Blog: Kanzlei Hasselbach - Familienrecht
In vielen Beziehungen schaffen sich Pärchen gemeinsam ein Haustier an. Bei einer Trennung stellt sich die Frage – wem steht der Umgang mit dem Tier zu? Das Landgericht Frankenthal mit einer kreativen Entscheidung (2 S 149/22). Grundsätzlich: Das Eigentum entscheidet Wir haben uns schon einmal ausführlich damit befasst, wem das „Sorgerecht“ für ein Haustier zusteht. Das wichtigste in Kürze: Entscheidend ist das Eigentum. Obwohl Tiere strenggenommen keine Sachen sind, gibt das Gesetz vor, sie rechtlich so zu... Mehr
Veröffentlicht: 07.06.2024
Blog: Schumacher Rechtsanwälte & Steuerberater – Familienrecht
Bundeministerium der Justiz Januar 2024 Die Eckpunkte für die Reform des Kindschaftsrechts Was sind die wichtigsten Ziele der geplanten Reform?  Partnerschaftliche Kinderbetreuung: In nichtehelichen Lebensgemeinschaften, Trennungs-, Patchwork- und Regenbogenfamilien soll es einfacher werden, Kinder partnerschaftlich zu betreuen.  Mehr Autonomie im Sorge- und Umgangsrecht: Eltern sollen einfacher Vereinbarungen über Sorge und Umgang schließen können und Dritten sorgerechtliche Befugnisse oder Umgangsrechte einräumen können (z.B. dem neuen Partner oder dem leiblichen Vater des Kindes).  Stärkung... Mehr
Veröffentlicht: 06.02.2024
Blog: Rechtsanwältin Julia Plate

 

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