Aktuelles zum Hinweisgebersystem

Diese Seite bündelt täglich aktualisierte Beiträge zum Thema Hinweisgebersystem – kuratiert aus deutschsprachigen Fachblogs, YouTube-Kanälen und Podcasts. Ob aktuelle Entwicklungen zu technischen Anforderungen an Meldestellen nach dem HinSchG, neue Urteile zur Mitbestimmung des Betriebsrats bei der Einführung von Hinweisgebersystemen oder Praxisbeiträge zu anonymen Meldekanälen und deren Verwertbarkeit: Hier finden Sie alle relevanten Inhalte zu Hinweisgebersystemen zentral gebündelt.

Die Seite richtet sich an Compliance-Beauftragte und IT-Verantwortliche, die Hinweisgebersysteme einrichten und betreiben, sowie an Betriebsräte und Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die aktuelle technische und rechtliche Anforderungen an Whistleblowing-Systeme professionell verfolgen.

Recht Umschau aggregiert Beiträge aus zahlreichen Compliance-Quellen gleichzeitig. So verpassen Sie keine relevante Entscheidung und keinen Fachbeitrag – von den technischen Anforderungen des HinSchG an Meldestellen über Datenschutzkonformität und Betriebsratsrechte bis hin zu anonymen Meldekanälen, Ombudspersonen und aktuellen Erfahrungen aus der Praxis des Hinweisgebersystem-Betriebs.

Blogs

Über das Hinweisgebersystem der Ratisbona Compliance ging ein anonymer Hinweis ein: Mitarbeitende sollen im Rahmen regulärer Beschaffungsprozesse wiederholt Gegenstände für den privaten Gebrauch mitbestellt und über das Unternehmen abgerechnet haben. Mehr als nur ein finanzieller Schaden Die unmittelbare Folge ist zunächst ein monetärer Verlust für das Unternehmen. Doch damit endet die Bewertung nicht. Eine solche Praxis kann zugleich steuerliche Risiken auslösen. Werden private Ausgaben als Betriebsausgaben verbucht, steht schnell der Vorwurf fehlerhafter Deklaration im Raum.... Mehr
Veröffentlicht: 30.03.2026
Blog: Ratisbona Compliance
Hinweisgebersysteme sind längst kein „Nice-to-have“ mehr. Mit dem Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) sind Unternehmen verpflichtet, Meldekanäle einzurichten und eingehende Hinweise strukturiert zu bearbeiten. In der Praxis wird jedoch häufig unterschätzt, was danach passiert – und welche Pflichten daraus entstehen. Ein aktuelles Urteil des Arbeitsgerichts Offenbach zeigt, wie gravierend die Folgen sein können, wenn diese Prozesse nicht ernst genommen werden. Hinweis liegt vor – aber wird falsch bearbeitet Ein langjähriger Chefjustiziar eines Konzerns erhielt bereits im Oktober 2023... Mehr
Veröffentlicht: 29.03.2026
Blog: Ratisbona Compliance
Im Juli 2023 ist das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) in Kraft getreten. Es verpflichtet Arbeitgeber Meldestellen und Meldeverfahren einzurichten, um Whistleblower zu schützen, die Informationen über Verstöße im beruflichen Kontext erlangen und diese melden möchten. Dass es mit der bloßen Implementierung nicht getan ist, sondern das Verfahren auch aktiv betrieben werden muss, wenn man nicht arbeitsplatzgefährdende Konsequenzen erleben möchte, hat nun ein für die Rechts- und Compliance-Abteilung zuständiger General Counsel durch ein Urteil des ArbG Offenbach (ArbG... Mehr
Veröffentlicht: 16.03.2026
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Ein Mitarbeiter nutzte den internen Meldekanal seines Unternehmens, um einen möglichen Regelverstoß zu melden. Die Meldung erfolgte nicht anonym. Kurz darauf bemerkte der Mitarbeiter Veränderungen im Arbeitsalltag: Er wurde aus verantwortungsvollen Projekten abgezogen und bei einer eigentlich geplanten Beförderung nicht berücksichtigt. Für ihn entstand der Eindruck, dass die Meldung negative Konsequenzen für seine berufliche Entwicklung hatte. Der Mitarbeiter wandte sich erneut an die interne Meldestelle – diesmal mit der Frage, ob dieses Vorgehen zulässig sei.... Mehr
Veröffentlicht: 28.02.2026
Blog: Ratisbona Compliance
Über das Meldesystem der Ratisbona Compliance ging ein anonymer Hinweis ein, wonach ein für den Einkauf zuständiger Mitarbeiter bestimmte Lieferanten systematisch bevorzugt haben soll. Nach Angaben des Hinweisgebers erfolgte diese Bevorzugung unter Nichtbeachtung interner Vergabeprozesse. Die betreffenden Lieferanten sollen dabei höhere Preise und eine geringere Qualität aufgewiesen haben. Im Gegenzug habe der Mitarbeiter monetäre Zuwendungen erhalten. Rechtliche Einordnung Grundsätzlich sollten bei der Auswahl von Lieferanten objektive und nachvollziehbare Kriterien im Vordergrund stehen. Dazu zählen insbesondere... Mehr
Veröffentlicht: 30.01.2026
Blog: Ratisbona Compliance
Die EU-Whistleblowing-Richtlinie hat das Verständnis von Compliance maßgeblich verändert: Was früher als „Nice-to-Have“ galt, ist heute gesetzliche Pflicht. Unternehmen ab 50 Beschäftigten müssen sichere interne Meldekanäle einrichten, die Vertraulichkeit gewährleisten und zeitnahe Rückmeldungen sicherstellen. Doch, wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, erkennt schnell: Whistleblowing ist weit mehr als ein regulatorischer Haken auf der To-Do-Liste. Schutz vor Fehlverhalten – noch bevor ein Schaden entsteht Whistleblower bilden häufig die erste Verteidigungslinie gegen interne Risiken. Ihre Meldungen... Mehr
Veröffentlicht: 29.10.2025
Blog: Ratisbona Compliance
Seit Inkrafttreten des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) sind Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten verpflichtet, interne Hinweisgebersysteme einzurichten. Immer mehr Arbeitgeber setzen dabei auf Künstliche Intelligenz (KI), um die Bearbeitung von Meldungen zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Doch Vorsicht! Beim KI-gestützten Whistleblowing spielen arbeitsrechtliche Fragen eine wichtige Rolle: vom Beschäftigtendatenschutz über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bis hin zu den Grenzen zulässiger Automatisierung. Datenschutz: KI und Beschäftigtendaten rechtssicher handhaben Die Verarbeitung von Hinweisen durch KI bedeutet immer auch... Mehr
Veröffentlicht: 20.08.2025
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Alle Personenbezeichnungen in diesem Blog beziehen sich gleichermaßen auf sämtliche Geschlechtsidentitäten. Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir stellenweise ein kursives innen; dies dient allein der sprachlichen Klarheit und ist nichtdiskriminierend gemeint. In der Praxis übernehmen die Stellen der HR-Leiterinnen, People Leads, HR Business Partner, Compliance Officer und interne Ermittlerinnen die Aufgaben der internen Meldestellenbeauftragten. Sie müssen einerseits Beschwerdeführerinnen (hinweisgebende Personen) ermutigen, Missstände zu melden, und andererseits die beschwerten Personen (Beschuldigte) fair behandeln. In diesem Beitrag erfahren... Mehr
Veröffentlicht: 23.06.2025
Blog: Hinweisgeber-Compliance Blog
Ein Hinweis landet auf Ihrem Tisch: Ein anonymer Hinweisgeber meldet über das interne Hinweisgebersystem Unregelmäßigkeiten in der Einkaufsabteilung. Als Compliance Officer oder Meldestellenbeauftragter stehen Sie nun vor der Aufgabe, diesen Hinweis zu prüfen und bei Bestätigung interne Ermittlungen (Folgemaßnahmen) einzuleiten. Doch wie filtern Sie in kürzester Zeit heraus, ob es sich um einen Einzelfall oder Teil eines größeren Musters handelt? Hier kommt künstliche Intelligenz (KI) ins Spiel. KI-gestützte Fallbearbeitung im Rahmen von Hinweisgebersystemen verspricht, eingehende... Mehr
Veröffentlicht: 26.05.2025
Blog: Hinweisgeber-Compliance Blog
Unternehmen sehen sich stetig wachsenden gesetzlichen Anforderungen gegenüber. Bei Verstößen drohen hohe Geldbußen (siehe 1). Geschäftsleiter müssen organisatorisch gewährleisten, dass Mitarbeiter Gesetze einhalten (siehe 2). Kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) fehlen häufig die Ressourcen für Compliance. Eine kürzlich veröffentlichte DIN-Norm will Abhilfe schaffen. Sie enthält einen Leitfaden mit Handlungshinweisen und einem Selbstcheck (siehe 3). Der Leitfaden bietet einen guten Überblick über wesentliche Compliance-Themen (siehe 4).1 Zunehmende gesetzliche Anforderungen und steigende SanktionsrahmenUnternehmen sehen sich einer Flut gesetzlicher Vorgaben gegenüber, die... Mehr
Veröffentlicht: 05.05.2025
Blog: Advant Beiten - Wirtschaftsstrafrecht & Compliance
Das LG Nürnberg-Fürth hat sich in seiner aktuellen Entscheidung vom 14. Februar 2024 (18 Qs 49/23) mit der Frage beschäftigt, ob anonyme Whistleblower-Hinweise aus externen Hinweisgebersystemen als tragfähige Verdachtsgrundlage für Durchsuchungsanordnungen nach § 102 StPO dienen können. Eine Durchsuchung der Wohnung und anderer Räume sowie der Person und der ihm:r gehörenden Sachen, kann nach § 102 StPO grundsätzlich dann angeordnet werden, wenn zu vermuten ist, dass die Durchsuchung zur Auffindung von Beweismitteln führen werde. Als Verdachtsgrad genügt dabei grundsätzlich der Anfangsverdacht, also der... Mehr
Veröffentlicht: 26.03.2025
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Was ist das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG)? Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) ist die deutsche Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie (EU 2019/1937) und trat 2023 in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, hinweisgebende Personen – sogenannte Whistleblower – effektiv vor beruflichen Nachteilen wie Kündigung, Diskriminierung oder Repressalien zu schützen. Es verpflichtet Unternehmen und öffentliche Stellen, sichere Meldekanäle einzurichten und interne Prozesse zur Bearbeitung von Hinweisen rechtskonform zu gestalten. Das Gesetz richtet sich an Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitenden, aber auch an... Mehr
Veröffentlicht: 21.03.2025
Blog: Hinweisgeber-Compliance Blog
Rund ein Jahr nach Inkrafttreten des deutschen Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) hat die EU-Kommission nun ihren Bericht über die Umsetzung der Whistleblowing-Richtlinie (WB-RL) in den EU-Mitgliedsstaaten veröffentlicht und dabei erhebliche Mängel festgestellt, die auch das HinSchG betreffen. Bereits im März 2023 hatte die EU-Kommission vor dem EuGH Klage gegen Deutschland wegen nicht rechtzeitiger Umsetzung der WB-RL erhoben. Die Entscheidung des EuGH und Sanktionszahlungen im zweistelligen Millionenbereich werden in Kürze erwartet. Bei dem nun durch die EU-Kommission veröffentlichten... Mehr
Veröffentlicht: 11.09.2024
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Das Hinweisgeberschutzgesetz („HinSchG“) hat in vielen Unternehmen ein stärkeres Bewusstsein für interne Meldesysteme und den Schutz von Hinweisgebern geschaffen. Während die Einführung von Hinweisgebersystemen zur Aufdeckung von Missständen und zur Förderung einer transparenten Unternehmenskultur beiträgt, bringt sie auch komplexe datenschutzrechtliche Herausforderungen mit sich. Wir zeigen, was es zu beachten gilt. Personen, die mit der Bearbeitung von eingehenden Meldungen beauftragt sind, sog. Meldestellenbeauftragte, müssen sicherstellen, dass die Bearbeitung der Meldungen sowohl den Anforderungen des HinSchG als... Mehr
Veröffentlicht: 24.07.2024
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Unternehmen sehen sich regelmäßig mit dem Erfordernis konfrontiert, interne Ermittlungen durchführen zu müssen. Sei es, weil Meldungen über ein Hinweisgebersystem eingehen oder dem Arbeitgeber* auf anderem Wege individuelle Pflichtverletzungen zur Kenntnis gelangen. In jedem Fall sollte der Arbeitgeber bei nicht offensichtlich haltlosen Hinweisen tätig werden und die erhobenen Vorwürfe prüfen. Dazu ist er im Falle von Straftaten oder sonstigen Rechtsverstößen durch Arbeitnehmer auch verpflichtet, wie etwa im Falle des Verdachts auf sexuelle Belästigung. Nach einer Studie des... Mehr
Veröffentlicht: 23.07.2024
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Wie muss die Vertraulichkeit nach HinSchG geschützt werden und was besagt der Vertraulichkeitsgrundsatz? Der Vertraulichkeitsgrundsatz im Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) dient dem Schutz der hinweisgebenden Personen. Der Grundsatz legt fest, dass die Identität von hinweisgebenden Personen sowie alle Informationen, die zu ihrer Identifizierung führen könnten, streng vertraulich behandelt werden müssen. Dies dient dem Schutz der Hinweisgeber vor Repressalien und fördert eine sog. „Speak-Up-Kultur“, also eine Kultur der Offenheit, in der Mitarbeitende unbesorgt Missstände über ein Hinweisgebersystem melden... Mehr
Veröffentlicht: 12.02.2024
Blog: Hinweisgeber-Compliance Blog
Der Meldestellen­beauftragte als Empfänger von Hinweisen Der interne Meldestellenbeauftragte spielt eine entscheidende Rolle bei der Bearbeitung von eingehenden Meldungen über Compliance- und Rechtsverstöße und trägt somit wesentlich zur Umsetzung des HinSchG bei. Neben den gesetzlichen Anforderungen ist es zu empfehlen, eine sogenannte „Speak-Up-Kultur“ zu fördern, die einen Anreiz für Beschäftigte schafft, Meldungen abzugeben. Dies unterstützt Unternehmen dabei, etwaige Missstände zunächst intern zu untersuchen und gegebenenfalls kurzfristig Abhilfe leisten zu können. Im Gegensatz zur Bestellung eines... Mehr
Veröffentlicht: 15.11.2023
Blog: Hinweisgeber-Compliance Blog
Seit dem 2. Juli 2023 müssen Unternehmen ab 250 Beschäftigten interne Meldestellen für Whistleblower eingerichtet haben, die dort Fehlverhalten melden können. Was macht das mit der Unternehmenskultur? Führt das zu einer „Kultur des Petzens“, in der jeder Angst hat, bloß nichts falsch zu machen, weil er sonst von Kollegen „verpfiffen“ wird? Nein. Bei richtiger Begleitung der Thematik seitens der Unternehmensverantwortlichen wird ein funktionierendes Hinweisgebersystem vor allem die Chance bieten, das Compliance- und Attraktivitätslevel des Unternehmens... Mehr
Veröffentlicht: 11.10.2023
Blog: Kliemt.blog – Compliance
In vielen Unternehmen steht derzeit die Umsetzung des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) auf der Agenda. Angefangen bei dem Entwurf von Whistleblowing-Policies bis hin zur Frage, wie die interne Meldestelle aufgesetzt und von wem diese betreut werden soll, die neue Whistleblowing-Gesetzgebung stellt Arbeitgeber vor einige Herausforderungen. Ein Baustein zur erfolgreichen Implementierung eines Hinweisgebersystems ist die gezielte Schulung von Mitarbeitern zu sämtlichen Fragen rund um das interne Meldesystem. Dies beugt nicht nur vermeidbaren Falschmeldungen vor, sondern schärft auch das... Mehr
Veröffentlicht: 13.09.2023
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Schon in der vorangegangenen Legislaturperiode sorgte die Debatte um das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) zur Umsetzung der EU-Hinweisgeberrichtlinie 2019/1937 (Hinweisgeberrichtlinie) für Streit innerhalb der großen Koalition. Der damalige Referentenentwurf wurde daraufhin nicht weiterverfolgt und die Frist zur Umsetzung der Hinweisgeberrichtlinie konnte nicht eingehalten werden.  Mit fast eineinhalb Jahren Verspätung wurde das HinSchG vom Bundestag beschlossen und erhielt die Zustimmung des Bundesrats. Das Gesetz wird voraussichtlich noch im Juni 2023 in Kraft treten. Längst überfällige Umsetzung der... Mehr
Veröffentlicht: 06.06.2023
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Der Gesetzesentwurf zum Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG-E) wurde Anfang des Jahres vom Bundesrat gestoppt. Am 9. Mai 2023 wird sich nun der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat mit dem Gesetz befassen. Andere EU-Mitgliedstaaten, z.B. Österreich oder Frankreich,  haben die EU-Whistleblowing-Richtlinie bereits in nationales Recht umgesetzt. Gerade in international aufgestellten Unternehmen stellt sich daher die Frage, ob auch die Einrichtung einer zentralen Meldestelle auf Konzernebene, beispielsweise bei einer im EU-Ausland ansässigen Konzernmutter möglich ist und wenn ja, was hierbei... Mehr
Veröffentlicht: 08.05.2023
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Die Debatte um das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) geht in die nächste Runde. Die EU-Hinweisgeberrichtlinie (2019/1937) hätte bereits zum 17. Dezember 2021 in deutsches Recht umgesetzt werden müssen. Daraus wurde unter der alten Regierungskoalition bekanntlich nichts.  Mit gut einem Jahr Verspätung hatte im Dezember 2022 der Bundestag den vom Rechtsausschuss etwas modifizierten Regierungsentwurf zum HinSchG verabschiedet (BT-Drs. 20/4909). Das Gesetz scheiterte jedoch am 10. Februar 2023 im Bundesrat, da die von der Union mitregierten Bundesländer dem Gesetzesentwurf... Mehr
Veröffentlicht: 20.03.2023
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Unlängst hatte Bundesjustizminister Marco Buschmann noch auf dem Bundeskongress Compliance am 16. November in Berlin verlautbart, dass das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) nicht mehr vor Weihnachten, sondern erst in der ersten Hälfte 2023 kommen werde.  Kurz vor Weihnachten kam doch noch Bewegung in die Sache: Am 14. Dezember passierte der Gesetzesentwurf den Rechtsausschuss. Mit den im Rechtsausschuss zuletzt noch vorgenommenen Änderungen am Gesetzesentwurf nahm der Bundestag im Eiltempo gleich zwei Tage später die Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses... Mehr
Veröffentlicht: 20.12.2022
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Der aktuelle Regierungsentwurf zum Hinweisgeberschutzgesetz sieht in § 16 die Möglichkeit anonymer Meldungen vor. Daneben kommt es vor, dass Mitarbeiter im Rahmen von internen Untersuchungen nur gegen Zusicherung von Diskretion Aussagen machen wollen. Aber Achtung: Die Anonymität solcher Aussagen kann ihrer praktischen Verwertbarkeit entgegenstehen. Anonyme Meldungen über ein Hinweisgebersystem können der Auslöser für Ermittlungen sein, durch die weitere Hinweise, Zeugen und Beweismittel für den vorgetragenen Sachverhalt aufgedeckt werden. Doch wenn sich die Beweislage auf die... Mehr
Veröffentlicht: 19.10.2022
Blog: Kliemt.blog – Compliance
Am 6. April 2022 hatte der Bundesjustizminister einen Referentenentwurf zur Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937) an seine Kabinettskollegen* zirkuliert. Mit dem nunmehr am 27. Juli 2022 vom Bundeskabinett verabschiedeten Regierungsentwurf ist der nächste Schritt im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens getan, das nach den Vorgaben der Richtlinie eigentlich schon zum 17. Dezember 2021 hätte vollendet sein sollen. Im Januar/Februar 2022 hatte die EU-Kommission deshalb Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland und 26 andere, ebenfalls säumige EU-Mitgliedstaaten eingeleitet. Der Regierungsentwurf enthält gegenüber dem... Mehr
Veröffentlicht: 03.08.2022
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Am 6. April 2022 hat der Bundesjustizminister einen Referentenentwurf zur Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937) an seine Kabinettskollegen* zur Abstimmung versandt. Damit soll eine liegengebliebene Aufgabe der Vorgängerregierung erledigt werden. Zur Erinnerung: Wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten zwischen CDU- und SPD-geführten Ministerien über einen Referentenentwurf der damaligen Bundesjustizministerin Frau Lambrecht aus Dezember 2020 konnte die EU-Whistleblower-Richtlinie nicht rechtzeitig in nationales Recht umgesetzt werden; dies hätte schon zum 17. Dezember 2021 erfolgen müssen. Im Januar/Februar 2022 hatte die EU-Kommission deshalb Vertragsverletzungsverfahren gegen... Mehr
Veröffentlicht: 12.04.2022
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Bis zum 17. Dezember 2021 hätten sämtliche EU-Mitgliedstaaten die EU-Whistleblower-Richtlinie umsetzen müssen. Bislang haben aber nur Dänemark, Lettland, Litauen, Malta, Portugal, Schweden und Zypern die Umsetzung vorgenommen – und dies teilweise auch nur mit langen Übergangsfristen.  Die EU-Kommission will diesen Zustand nicht länger hinnehmen und hat nunmehr Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. „Blaue Briefe“ der EU-Kommission wegen mangelnder Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie Am 27. Januar 2021 hat die EU-Kommission an Deutschland und 23 weitere EU-Mitgliedstaaten Aufforderungsschreiben versandt. Die EU-Kommission hält die Adressaten... Mehr
Veröffentlicht: 16.02.2022
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
Am 17. Dezember 2021 ist die Frist zur Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie (EU-Richtlinie 2019/1937 vom 23. Oktober 2019 zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden), abgelaufen. Ein deutsches Umsetzungsgesetz ist noch nicht in Sicht. Die Große Koalition konnte sich in der letzten Legislaturperiode auf den von Seiten des Bundesjustizministeriums vorgelegten Referentenentwurf eines Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG-E) nicht mehr verständigen. Bei vielen Unternehmen besteht Unsicherheit, wie rechtlich mit dieser Situation umzugehen ist. Der Beitrag skizziert, was... Mehr
Veröffentlicht: 09.02.2022
Blog: Melchers Rechtsanwälte - Compliance
Erstmalig seit Verabschiedung der EU-Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden (Richtlinie (EU) 2019/1937), hat sich die EU-Kommission (Kommission) in zwei kürzlich bekannt gewordenen Stellungnahmen (am 2. Juni und am 29. Juni 2021) zu Wort gemeldet und Auslegungshinweise zur Umsetzung der Hinweisgeberrichtlinie gegeben. Den Stellungnahmen waren Anfragen verschiedener Großkonzerne vorausgegangen. Die von der Kommission nun vorgegebenen Anforderungen dürften sich in der Praxis vielfach nur mit erheblichem Aufwand umsetzen lassen – vor allem... Mehr
Veröffentlicht: 09.08.2021
Blog: cmshs-bloggt - Compliance
„Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten müssen nach EU-Vorgaben Hinweisgebersysteme einrichten. Das hat mit Blick auf Verschwiegenheitspflichten auch Auswirkungen auf Aufsichtsräte und Vorstände.“Das gesamte Interview mit unserem Experten Dr. Maximilian Degenhart in der Börsen-Zeitung steht Ihnen unten im Downloadbereich zur Verfügung.... Mehr
Veröffentlicht: 30.05.2021
Blog: Advant Beiten - Wirtschaftsstrafrecht & Compliance

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