Aktuelles zum Architektenrecht

Diese Seite bündelt täglich aktualisierte Beiträge zum Architektenrecht – kuratiert aus deutschsprachigen Fachblogs, YouTube-Kanälen und Podcasts. Ob aktuelle Urteile zum Architektenvertrag, neue Entwicklungen zur HOAI nach dem EuGH-Urteil oder Praxisbeiträge zu Haftung, Honorar und Berufspflichten: Hier finden Sie alle relevanten Inhalte zum Architektenrecht zentral gebündelt.

Die Seite richtet sich an Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie an Baurechtsanwältinnen und -anwälte und Bauherrinnen und Bauherren, die aktuelle Entwicklungen im Architekten- und Ingenieurvertragsrecht nach §§ 650p ff. BGB verfolgen.

Recht Umschau aggregiert Beiträge aus zahlreichen Bau- und Architektenrecht-Quellen gleichzeitig. Kein relevantes Urteil und kein Fachbeitrag zum Architektenrecht entgeht Ihnen – vom Architektenvertrag und den Leistungsphasen der HOAI über Berufshaftpflicht und Kammerrecht bis hin zu BIM-gestützter Planung, Haftungsverteilung und aktuellen OLG-Entscheidungen zur Architektenverantwortung.

Blogs

Die Sachverständigen werden außergerichtlich häufig zur Begleitung eines Bauvorhabens, Vorbereitung der Abnahme oder zur Bewertung der Mängel herangezogen. Dabei stellt sich die Frage, ob der Auftraggeber vom Auftragnehmer die Erstattung dieser Kosten verlangen kann. Die Antwort lautet wie fast immer: Jain! Voraussetzung für die Erstattungsfähigkeit der Sachverständigenkosten ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass die Beauftragung des Gutachtens unmittelbar prozessbezogen erfolgt ist und ein verständig sowie wirtschaftlich denkender Geschädigter nach seinen Erkenntnissen und Möglichkeiten die... Mehr
Veröffentlicht: 18.03.2026
Blog: Kanzlei Seidenberg
I. Ausgangspunkt der Entscheidung Das Urteil des OLG Bamberg (Urteil vom 02.10.2025 – 12 U 123/24) betrifft eine Fragestellung, die im Architektenrecht nicht unbekannt ist (zuletzt Urteil des OLG Naumburg vom 21.12.2023 – 2 U 138/22), deren dogmatische Tiefenschärfe jedoch häufig unterschätzt wird: das Verhältnis von planerischer Zielvorgabe, Kostenrahmen und der Frage, ob der geschuldete [...] weiterlesen Der Beitrag Kein Honorar bei Überschreitung der Kostenobergrenze; Rückzahlung und Schadenersatz als Deckel oben drauf! – OLG Bamberg,... Mehr
Veröffentlicht: 02.01.2026
Blog: CBH Rechtsanwälte - Bau & Immobilien
Förderung Umnutzung Gewerbeimmobilien 2025/2026 | ZIRNGIBL Zum Inhalt springen Diese Website für Zirngibl, eine Wirtschaftskanzlei, wurde vom Digitalbüro Mokorana gestaltet und technisch umgesetzt – mit Fokus auf durchdachtes Design, moderne Webtechnologien und barrierefreien Zugang. Angesichts des Wohnungsmangels rückt die Umnutzung von Gewerbe- zu Wohnimmobilien verstärkt in den Fokus. Mit dem neuen Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ und dem sogenannten „Bauturbo“ will der Bund Anreize setzen und Verfahren beschleunigen. Ob diese Maßnahmen in der Praxis greifen, hängt... Mehr
Veröffentlicht: 22.12.2025
Blog: Zirngibl News - Immobilien- und Baurecht
Die Kommunikation zwischen Bauherren und Bau- sowie Handwerksbetrieben findet oft über WhatsApp und ähnliche Messengerdienste statt. Das wirft rechtliche Fragen auf. Z.B. ob Emojis („digitale Piktogramme“) geeignet sind, einen Rechtsbindungswillen zum Ausdruck zu bringen und welche Bedeutung welchem Emoji im Einzelfall zukommen kann. Die Emoji-Deutung des Gerichts war entscheidend für das Bestehen / Nichtbestehen eines sechsstelligen Schadensersatzanspruchs (OLG München, Endurteil v. 11.11.2024 – 19 U 200/24 e). Zwar geht es in dem Fall um nicht... Mehr
Veröffentlicht: 27.10.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
„Ich will, dass wir mehr bauen, und ich will, dass wir preiswerter bauen“ – so Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, in der Bau- und Wohnen-Debatte des Deutschen Bundestages am 15.05.2025. Dieser Wunsch überrascht kaum: Laut der aktuellen Prognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) werden in Deutschland bis zum Jahr 2030 jährlich rund 320.000 neue Wohnungen benötigt. Tatsächlich wurden im Jahr 2024 jedoch lediglich knapp 250.000 neue Wohnungen fertiggestellt. Die... Mehr
Veröffentlicht: 23.09.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
Nachdem die Bayerischen Bauordnung (BayBO) bereits zum Jahresbeginn 2025 an zahlreichen Stellen geändert wurde (unser Blogbeitrag hierzu), treten im Rahmen des Modernisierungsgesetzes der Bayerischen Bauordnung zum 01.10.2025 weitere wichtige Neuregelungen in Kraft. Die Bauanträge können sich unter Umständen bereits bei Einreichung vor dem 01.10.2025 auf die neuen Regelungen beziehen. Maßgeblich ist nämlich nicht die Rechtslage zum Zeitpunkt der Antragstellung, sondern jene im Zeitpunkt der Entscheidung der zuständigen Bauaufsichtsbehörde. 1. Stellplatzpflicht Die bisherige allgemeine Stellplatzpflicht (Art. 47... Mehr
Veröffentlicht: 12.08.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
Der Rücktritt des Auftraggebers wegen nicht termingerechter Fertigstellung des Bauwerks führt nicht zum Ausschluss seines Anspruchs auf Zahlung der vereinbarten und bereits verwirkten Vertragsstrafe (sofern die Parteien nichts Abweichendes vereinbart haben), BGH, Urteil vom 22.05.2025 - VII ZR 129/24. 1. Sachverhalt: verzugsbedingter Rücktritt vom Bauträgervertrag Die Parteien schlossen einen Bauträgervertrag, der den Erwerb eines sanierungsbedürftigen Fabrikgebäudes und den Umbau zu einem Wohnhaus beinhaltete. Vertraglich vereinbart war eine pro Werktag anfallende Vertragsstrafe, wenn der Unternehmer den Fertigstellungstermin... Mehr
Veröffentlicht: 22.07.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
Das OLG Koblenz und der BGH (OLG Koblenz, Urteil vom 07.07.2022 – 1 U 1473/20; BGH, Beschluss vom 24.05.2023 – VII ZR 139/22) befassen sich mit den anerkannten Regeln der Technik. 1. Sachverhalt Die Parteien stritten über Mängelbeseitigungs- sowie Zahlungsansprüche aus einem geschlossenen Bauträgervertrag. Der Käufer erwarb mit notariellem Bauvertrag von einem Bauträger ein noch zu erstellendes „luxuriöses Penthouse” in einer „exklusiven Stadtvilla“. Zu der Wohnung gehörten zwei PKW-Abstellplätze in der Tiefgarage. Bestandteil des notariellen... Mehr
Veröffentlicht: 17.06.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
Die BayBO wurde zum Jahresbeginn 2025 an vielen Stellen geändert. Ob und wie das die Bautätigkeit erleichtern und beschleunigen kann, und wie die Gerichte neue Regelungen verstehen, wird sich zeigen müssen. Auslegungshilfe bieten unter anderem die Vollzugshinweise des Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr vom 04.02.2025. Nachfolgend die Auflistung in Bezug auf einige der Regelungen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Discountermärkte / Supermärkte nicht mehr Sonderbauten Für Sonderbauten gelten Sonderregelungen. Künftig sind die erdgeschossigen Verkaufsstätten... Mehr
Veröffentlicht: 09.05.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
Wird ein gegenseitiger Austausch von Bauleistungen ohne vollständige Bezahlung, also ein Kompensationsgeschäft, vereinbart, kann darin eine Schwarzgeldabrede gesehen werden, die zur Nichtigkeit des Vertrages führt (Landgericht Karlsruhe Urt. v. 09.10.2024, Az.: 6 O 160/23). 1. Sachverhalt Zwei Bauunternehmer haben sich wechselseitig mit verschiedenen Bauleistungen beauftragt, diese jedoch nur zu einem geringen Teil abgerechnet. Die wechselseitigen Leistungen sollten die Waage halten. Keine Partei sollte von der anderen Partei Zahlungen erhalten. Eine Ausnahme bildeten ungeplanter Mehraufwand bzw.... Mehr
Veröffentlicht: 21.03.2025
Blog: Kanzlei Seidenberg
Die Problematik ist altbekannt, führt aber in praxi immer wieder zu Abgrenzungsproblemen. Mit dieser Frage hatte sich unlängst das Kammergericht in einer Entscheidung vom 03.03.2023 (Az.: 21 U 102/21) zu befassen. Der Sachverhalt in Kürze: Der Bauherr beauftragte den Unternehmer mit der Verlegung von Außenwasserleitungen für eine Kindertagesstätte. Die Planung und Objektüberwachung oblagen dem Architekten. […] Der Beitrag Objektüberwacher vs. Fachplaner: Wo endet die Verantwortung des mit der Objektüberwachung beauftragten Architekten? erschien zuerst auf Rofast... Mehr
Veröffentlicht: 29.01.2025
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
Es müsste sich in Fachkreisen zwischenzeitlich herumgesprochen haben, dass der Vergütungsanspruch des Architekten im Grundsatz von der Genehmigungsfähigkeit seiner Eingabeplanung abhängt. Mit der in der Praxis nicht seltenen Konstellation, dass ein Architekt mehrere Planungsvarianten erarbeitet, hatte sich das OLG Düsseldorf in einer Entscheidung vom 14.12.2021 (Az.: 23 U 81/21) zu befassen: Verkürzt der Sachverhalt: Der […] Der Beitrag Architektenhonorar: Nur für genehmigungsfähige Bauvorlagen erschien zuerst auf Rofast Blog. ... Mehr
Veröffentlicht: 18.12.2024
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
Es ist im Grunde nichts Neues: Im Bereich der sog. Risikogewerke ist der mit der Bauleitung befasste Architekt schnell in der Haftung. Eine aktuelle Entscheidung des OLG Düsseldorf (Az.: 23 U 209/2021) hat diese Rechtsprechung bestätigt. Der zu entscheidende Sachverhalt: Der Bauherr nimmt den Architekten wegen fehlerhafter Objektüberwachung in Zusammenhang mit der Errichtung des Daches […] Der Beitrag Abdichtungs- und Isolierungsarbeiten: Hohe Anforderungen an die Überwachungspflicht des Architekten erschien zuerst auf Rofast Blog. ... Mehr
Veröffentlicht: 28.11.2024
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
Stellt der Auftraggeber Mängel fest, kann er vom Auftragnehmer (in der Regel nach dem Ablauf einer angemessenen Frist für die Mangelbeseitigung) unter anderem Minderung oder Kostenvorschuss für die Ersatzvornahme (also Mangelbeseitigung durch Dritte) verlangen. Nun hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Kosten für die Ersatzvornahme auch nach einer Minderungserklärung verlangt werden können, der Auftraggeber seinen Anspruch also problemlos von der Minderung auf die Selbstvornahme umstellen kann. Der BGH hat sich zudem zur Frage geäußert, in... Mehr
Veröffentlicht: 25.10.2024
Blog: Kanzlei Seidenberg
Der Bundesgerichtshof (Urt. v. 11.07.2024 – VII ZR 127/23) hat sich mit der Frage der Überzahlung auseinandergesetzt und entschieden: Der Auftraggeber / Bauherr kann vom Auftragnehmer und vom Bürgen die Rückzahlung der Überzahlung verlangen. Dafür muss er – soweit für ihn zumutbar – darlegen, welche Vorauszahlungen und Abschlagszahlungen er geleistet hat, und weshalb er der Ansicht ist, dass diesen Zahlungen kein entsprechender endgültiger Vergütungsanspruch des Auftragnehmers gegenübersteht. Der Auftragnehmer muss sodann darlegen und beweisen, dass... Mehr
Veröffentlicht: 18.10.2024
Blog: Kanzlei Seidenberg
Diese Problemstellung taucht immer wieder als beliebtes Instrument des Bauherrn, sich der Honorarforderung des Architekten zu erwehren, auf. Mit dieser Konstellation befasste sich zuletzt auch das OLG Karlsruhe in einer Entscheidung vom 15.01.2021 (Az. 8 U 109/14). Der Streitfall: Der Architekt klagt auf restliches Architektenhonorar. Der beklagte Bauherr tritt dem entgegen. Mit Widerklage begehrt dieser […] Der Beitrag „Kostenrahmen“ gesprengt durch Sonderwünsche – haftet der Architekt? erschien zuerst auf Rofast Blog. ... Mehr
Veröffentlicht: 30.09.2024
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
In einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 03.08.2023, Az. VII ZR 102/22 entschieden, dass eine Abrechnung nach den Mindestsätzen der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ausnahmsweise als treuwidrig sein kann. Dies ist der Fall, wenn das Vertrauen des Auftraggebers auf das vereinbarte niedrigere Honorar schutzwürdig ist. In einem solchen Fall liegen jedoch nicht automatisch die Voraussetzungen des § 242 BGB vor, die den Architekten daran hindern könnten, sich auf die... Mehr
Veröffentlicht: 07.08.2024
Blog: Rechtsanwalt Koerentz
Es kann zwischenzeitlich in der Rechtsprechung als gesicherte Erkenntnis angesehen werden, dass eine Doppelhaus-Festsetzung bzw. die Ausführung als Doppelhaus in der offenen Bauweise Nachbarschutz vermitteln kann. So entschieden auch durch den VGH Bayern in einer aktuellen Entscheidung vom 06.02.2024 (Az. 2 CE 24.32): Der Sachverhalt: In einem Baugebiet ist eine offene Bauweise mit ausschließlich Einzel- […] Der Beitrag Festsetzung „Doppelhaus“ im Bebauungsplan – Nachbarschutz erschien zuerst auf Rofast Blog. ... Mehr
Veröffentlicht: 31.07.2024
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
In einem aktuellen Urteil hat das Oberlandesgericht Hamm durch Urteil vom 31.03.2023, Aktenzeichen: 6 WF 13/23 entschieden, dass die Kosten für die Einholung eines Privatsachverständigengutachtens zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder -verteidigung notwendig sind, wenn sie unmittelbar prozessbezogen sind. Die Beurteilung dieser Frage hat sich daran auszurichten, ob eine verständige und wirtschaftlich vernünftig denkende Partei die kostenauslösende Maßnahme ex ante als sachdienlich ansehen durfte. Dabei darf die Partei die zur vollen Wahrnehmung ihrer Belange erforderlichen Schritte ergreifen. In dem... Mehr
Veröffentlicht: 11.07.2024
Blog: Rechtsanwalt Koerentz
Der seit 24. Februar 2022 andauernde militärische Konflikt in der Ukraine hat unter anderem erhebliche Erschwernisse bei der Beschaffung von Energie und Baumaterial zur Folge. Die Preise für vertraglich vereinbarte Lieferleistungen und Materialbeschaffung sind seitdem erheblich angestiegen und steigen weiter an. Insoweit stellt sich für Besteller von Bauwerken die Frage, ob dieser extreme Anstieg der Energie- und Materialpreise einen Vertragsanpassungsanspruch unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage auslösen kann. Ein Unterfall der Geschäftsgrundlagenstörung ist die... Mehr
Veröffentlicht: 26.04.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Über diese Fragestellung hatte das KG im Rahmen einer Beschlussentscheidung vom 15.11.2022 (Az.: 27 U 82/92) zu befinden. Der Sachverhalt: Der Auftraggeber beauftragte ein Planungsbüro mit Planungsleistungen für eine Grundstücksbebauung. Dabei wünschte der Bauherr eine Bebauung mit einer höheren Baumassenzahl (BMZ), als dies der für das Baugrundstück geltende Bebauungsplan vorsah. Der Bauherr hatte die Erwartung, […] Der Beitrag Ist die Genehmigungsplanung eines Architekten bei nicht genehmigter Abweichung fehlerhaft? erschien zuerst auf Rofast Blog. ... Mehr
Veröffentlicht: 22.04.2024
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
Der BGH hatte über einen Sachverhalt zu entscheiden, bei dem ein Eigentümer als Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft selbige auf Fassung eines Grundsatzbeschlusses verklagt hatte, wonach die Gemeinschaft der barrierefreien Anbindung zweier Wohnungen durch Errichtung eines Außenaufzugs zustimmen sollte. In dem Verfahren blieb streitig, ob der Personenaufzug die Wohnungseigentumsanlage grundlegend umgestalte i.S.d. § 20 Abs. 4 Satz 1 Fall 1 WEG oder ob die Maßnahme einen Wohnungseigentümer unbillig benachteiligen würde, § 20 Abs. 4 Satz 1 Fall... Mehr
Veröffentlicht: 08.04.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Der BGH hat in einer aktuellen Entscheidung vom 09.02.2024 Abkehr genommen von der alten Grundsatzrechtsprechung. Danach fehlte die Beschlusskompetenz, wenn die zu beschließende bauliche Veränderung (z. B. ein Personenaufzug) nur einzelnen bau- und zahlungswilligen Wohnungseigentümern zur Verfügung stehen sollte. Solche Regelungen bedurften einer Vereinbarung. Seit dem 01.12.2020  können die Wohnungseigentümer mit dem reformierten WEG-Recht eine bauliche Veränderung grundsätzlich auch dann beschließen, wenn die Beschlussfassung die Zuweisung einer ausschließlichen Nutzungsbefugnis an dem dafür vorgesehenen gemeinschaftlichen Eigentum... Mehr
Veröffentlicht: 05.04.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Es ist häufig zu beobachten, dass Verfasser von Bauverträgen den Versuch unternehmen, Veränderungen des kalkulierten Gesamtaufwandes des Bauvorhabens so gut es eben geht vertraglich auszuschließen. Dabei bedienen sich die Verwender nicht selten solcher Regelungen, nach denen Abänderungen des vereinbarten Leistungspreises wegen Mengenänderungen oder auch bei Störung der Geschäftsgrundlage von vornherein ausgeschlossen sein sollen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte über einen solchen Sachverhalt zu entscheiden, bei dem der vom verklagten Besteller folgende Vertragsklausel gestellt worden war: „Der... Mehr
Veröffentlicht: 01.04.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Streitgegenständlich war die Baumaßnahme einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) . Letztere beschloss 2019 die Erneuerung der Dacheindeckung und beauftragte dazu den Werkunternehmer (U) mit einem Volumen von rund 117.000,00 Euro. Noch vor Ausführungsbeginn Im Zuge der Ausführung berechnete U rund 62.000,00 € für noch zu beschaffendes Material. Der Verwalter bezahlte darauf 70.000,00 €. Nach Beginn der Arbeiten zahlt V ohne Vorlage von Rechnungen gestückelt weitere 34.500 Euro. Bei einem Baufortschritt von 85% bis 90% stellt U die... Mehr
Veröffentlicht: 31.03.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Auftragnehmer (AN) machte für Ausbauarbeiten in einem Hotelgebäude einen Anspruch auf Vergütung für aus seiner Sicht zusätzliche Arbeiten, die nicht mit dem vereinbarten Pauschalpreis abgegolten sein sollen, i.H.v. rund 165.000 Euro geltend. Diese Arbeiten sind durch einen Nachunternehmer des AN ausgeführt worden. Der Besteller hielt der Klage des AN entgegen, die Leistungen seien Gegenstand des Pauschalpreisvertrages, weshalb eine Zusatzvergütung nicht in Betracht komme. Nachdem das Landgericht die Klage... Mehr
Veröffentlicht: 30.03.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Streitgegenständlich war ein Einheitspreisvertrag aus dem Jahr 2016, aus dem der Auftragnehmer rund 1600 Hausanschlüsse mit Glasfaserkabeln bis Ende November 2017 zu erschließen hatte. Der Auftragswert belief sich auf 5.680.275,54 Euro. Den vom Auftraggeber gestellten Geschäftsbedingungen (BVB-VOB) lag auch eine Vertragsstrafenvereinbarung zugrunde, nach der der AN bei Überschreitung der Vollendungsfrist für jeden Tag des Verzugs 0,2%, höchstens jedoch 5% der im Auftragsschreiben genannten Netto-Auftragssumme zu zahlen hat. Der AN vollendete die Arbeiten erst ca. acht... Mehr
Veröffentlicht: 29.03.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Das OLG Nürnberg hatte unlängst als Berufungsgericht über die Kostenvorschussklage eines Bauherrn gegen seinen Architekten wegen Planungs- und Überwachungsfehlern zu entscheiden. Zugrunde lag ein im Jahr 1992 zwischen den Parteien abgeschlossener Architektenvertrag zur Errichtung eines Wohnhauses auf dem Grundstück des Bauherrn. Letzterer beklagte nach Baufertigstellung ab 1996 Feuchtigkeitsschäden im Keller. Ein erster Sanierungsversuch scheiterte, denn 2002 kam es an derselben Stelle erneut zu Feuchtigkeitsschäden. In dem daraufhin vom Bauherrn eingeleiteten selbstständige Beweisverfahren wurde sachverständig festgestellt,... Mehr
Veröffentlicht: 28.03.2024
Blog: Gutwin Weiss Rechtsanwälte
Über diese Frage wird oft und viel gestritten. Das Kammergericht hat in einer neueren Entscheidung vom 06.10.2022 die von der Rechtsprechung ausgearbeiteten Kriterien nochmals nachvollziehbar dargestellt: Es ging um Folgendes: Im Auftrag des Bauherrn baut ein Auftragnehmer in dessen Objekt eine Video-, Türöffnung- und Gegensprechanlage ein. Es treten nach Durchführung der Arbeiten und Abnahme technische […] Der Beitrag Ersatzvornahme durch Bauherr – wer trägt das Prognoserisiko für die Kosten? erschien zuerst auf Rofast Blog. ... Mehr
Veröffentlicht: 26.01.2024
Blog: Rommelspacher Glaser Prüß Mattes Kalthoff – Architektenrecht
Eine vor der Abnahme gesetzte Mangelbeseitigungsfrist kann ausreichen, um nach der Abnahme wegen derselben Mängel die Gewährleistungsansprüche geltend zu machen. 1. Sachverhalt Das OLG Hamm (27.09.2022 – 24 U 57/21) hat sich mit der Frage befasst, ob die Fristsetzung für die Mangelbeseitigung vor der Abnahme ausreicht oder für die Entstehung des Anspruchs auf Vorschuss zur Mängelbeseitigung (§ 637 BGB) nach der Abnahme eine erneute Mangelbeseitigungsrist gesetzt werden muss. Nach der Fristsetzung zur Mangelbeseitigung erklärte der... Mehr
Veröffentlicht: 09.01.2024
Blog: Kanzlei Seidenberg

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