Aktuelles zur Insolvenzanfechtung

Die Insolvenzanfechtung ist eines der schärfsten Instrumente des Insolvenzrechts. Sie ermöglicht dem Insolvenzverwalter, Zahlungen und andere Rechtshandlungen des Schuldners, die vor der Insolvenz vorgenommen wurden, rückgängig zu machen und die damit abgeflossenen Werte zur Insolvenzmasse zurückzuholen. Wer in den Monaten oder Jahren vor der Insolvenz Zahlungen vom späteren Insolvenzschuldner erhalten hat, kann damit rechnen, vom Insolvenzverwalter auf Rückzahlung in Anspruch genommen zu werden.

Die Anfechtungstatbestände der InsO (§§ 129 ff.) reichen weit: Die kongruente Deckungsanfechtung erfasst Zahlungen, auf die der Gläubiger einen Anspruch hatte, wenn sie im Drei-Monats-Zeitraum vor dem Insolvenzantrag bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners geleistet wurden. Die inkongruente Deckungsanfechtung greift bei Leistungen, auf die kein oder kein fälliger Anspruch bestand. Und die Vorsatzanfechtung kann Zahlungen bis zu zehn Jahre zurückerfassen, wenn der Schuldner mit Benachteiligungsvorsatz handelte.

Recht Umschau aggregiert täglich aktuelle Rechtsnews zur Insolvenzanfechtung. Wir kuratieren Beiträge aus Insolvenzrechtsblogs, informative YouTube-Videos und Podcast-Episoden, die typische Anfechtungsszenarien und die aktuelle Rechtsprechung praxisnah aufbereiten. Ob neue BGH-Urteile zur Vorsatzanfechtung, Entscheidungen zu Bargeschäften oder praxisnahe Hinweise für Gläubiger zur Absicherung gegen Anfechtungsrisiken – bei Recht Umschau finden Sie täglich den aktuellsten Stand.

Blogs

Banken & Kontosperren bei Insolvenz, Krise und drohender Zahlungsunfähigkeit FAQ (für Unternehmer, Gesellschafter, Geschäftsführer) Grundlagen: Banken in der Unternehmenskrise 1. Warum reagieren Banken bei Krisen oft so schnell? Weil Banken verpflichtet sind, Risiken frühzeitig zu minimieren. Sobald Anzeichen einer Krise erkennbar sind, handeln sie automatisiert und konsequent. 2. Ab wann erkennt eine Bank eine Krise? Typische Signale sind: Rücklastschriften Überziehungen schleppende Zahlungen Stundungsanfragen Gerüchte oder Informationen Dritter 3. Müssen Banken Rücksicht auf Unternehmer nehmen? Nein.... Mehr
Veröffentlicht: 09.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Steuerdaten, Insolvenzverwalter und das Ende der Abkürzung über das IFG Lange Zeit gab es in der insolvenzrechtlichen Praxis einen ebenso leisen wie wirkungsvollen Kniff. Wollte ein Insolvenzverwalter prüfen, ob sich eine Insolvenzanfechtung gegen das Finanzamt lohnen könnte, führte der Weg nicht selten über das Informationsfreiheitsgesetz. Über Anträge nach dem IFG ließen sich frühzeitig Informationen zu Zahlungsflüssen, Vollstreckungsmaßnahmen oder Steuerrückständen beschaffen – also genau jene Daten, die man braucht, um Anfechtungstatbestände überhaupt erst zu erkennen. Mit... Mehr
Veröffentlicht: 08.01.2026
Blog: Kanzlei Braun - Insolvenzrecht
In den Wochen und Monaten vor einer Insolvenz versuchen Betroffene häufig, noch zu retten, was zu retten ist. Dies geschieht entweder durch den Schuldner selbst oder ihm nahestehende Personen, häufig aber auch durch Gläubiger. Vermögensabflüsse vor der Insolvenz können unter gewissen Voraussetzungen vom Insolvenzverwalter zurückgeholt werden, sofern die Gläubiger dadurch benachteiligt worden sind. Einleitung: Zweck und Funktionsweise der Insolvenzanfechtung Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen § 1 S. 1 InsO.... Mehr
Veröffentlicht: 20.03.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Insolvenz eines Schuldners bedeutet für Gläubiger oft Unsicherheit und finanzielle Verluste. Doch durch die richtige Forderungsanmeldung können Gläubiger ihre Rechte wahren und am Insolvenzverfahren teilnehmen.  Warum ist die Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren so wichtig? Wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Schuldners eröffnet wird, geht es vor allem darum, die verbliebenen Vermögenswerte – die sogenannte Insolvenzmasse – zu verwerten und den Erlös gerecht auf die Gläubiger zu verteilen. Nur wer seine Forderung ordnungsgemäß anmeldet, wird... Mehr
Veröffentlicht: 23.01.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Das Insolvenzverfahren beginnt in dem Augenblick, in dem das Insolvenzgericht es durch Beschluss eröffnet (Insolvenzeröffnungsbeschluss). Sofort nachdem der Richter den Insolvenzeröffnungsbeschluss unterschrieben hat, tritt der Insolvenzbeschlag (die Beschlagnahme des schuldnerischen Vermögens) ein: Der Schuldner verliert nach § 80 der Insolvenzordnung (InsO) die Befugnis, über sein Vermögen zu verfügen. Diese Verfügungsbefugnis geht auf den Insolvenzverwalter über. Trifft der Schuldner gleichwohl eine Verfügung über einen Vermögensgegenstand, ist sie gegenüber jedermann unwirksam. Hierzu ein einfaches Beispiel: Der Schuldner hat gegenüber... Mehr
Veröffentlicht: 11.12.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, die Gläubiger in einem geordneten Verfahren gemeinschaftlich und gleichmäßig (Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung) zu befriedigen (vgl. § 1 InsO), indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt wird (Liquidation/Veräußerung) oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens (Sanierung) getroffen wird. Ein Zugriff einzelner Gläubiger auf die Vermögensgegenstände und somit ein sog. „Wettlauf der Gläubiger“ ist im Insolvenzverfahren ausgeschlossen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über... Mehr
Veröffentlicht: 24.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Insolvenzordnung (InsO) feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Mit ihrem Inkrafttreten am 1. Januar 1999 wurde ein grundlegender Wandel im deutschen Insolvenzrecht vollzogen. Zuvor orientierten sich die Regelungen der Konkursordnung und der Gesamtvollstreckungsordnung primär an der Verwertung des schuldnerischen Unternehmens, was häufig zu dessen Zerschlagung führte. Dabei kam es in vielen Fällen zu einer signifikanten Entwertung des Vermögens, was die Aussichten auf eine vollständige Befriedigung der Gläubiger weiter minimierte. Zwar handelt es sich... Mehr
Veröffentlicht: 17.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Der Anstieg der notleidenden Kredite öffnet und erweitert ein spannendes Spielfeld für Investoren. Mit dem neuen Kreditzweitmarktgesetz will der Gesetzgeber einen effizienten Markt schaffen, um den hohen NPL-Bestand abzubauen. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die aktuellen Trends, Risiken und Chancen rund um NPL-Transaktionen. Notleidende Kredite und Unternehmensinsolvenzen steigen gegenüber den Vorjahren  Notleidende Kredite und Insolvenzen sind im Anstieg. Das zeigen die Zahlen und Prognosen der Mitte Juli 2024 veröffentlichen Ergebnisse des NPL-Barometers der Bundesvereinigung Kreditankauf... Mehr
Veröffentlicht: 24.09.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Wieder einmal hat der BGH seine Rechtsprechung zur Vorsatzanfechtung nach § 133 InsO in seiner Entscheidung von April 2024 (BGH, Urteil v. 18. April 2024 – IX ZR 239/22) weiter ausdifferenziert. Die Kernfrage des Rückzahlungsbegehrens des Insolvenzverwalters* lautete wie so oft: Hat der Schuldner mit dem Vorsatz gehandelt, seine Gläubiger zu benachteiligen? In diesem Beitrag geben wir Ihnen die Hintergrundinformationen und erklären, was es nach der neuesten Rechtsprechung in Bezug auf eine bestehende Deckungslücke bezüglich... Mehr
Veröffentlicht: 02.09.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Kommt es vor, dass sich eine lukrative Geschäftsmöglichkeit ergibt, ein Grundstück für einen „Schnäppchenpreis“ zu erwerben, sollte man sich sicherlich zunächst freuen. Hierbei dürfen allerdings die insolvenzanfechtungsrechtlichen Implikationen nicht unbeachtet gelassen werden. Denn auf der anderen Seite des Tisches befindet sich möglicherweise eine Gesellschaft, die aufgrund ihrer prekären finanziellen Situation auf einen schnellen Verkauf angewiesen ist und daher keine andere Option hat, als ihre Assets zu einem erheblich günstigeren Preis zu veräußern. Der BGH hat... Mehr
Veröffentlicht: 26.08.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Insolvenzanfechtungen sind ein zentrales Instrument im Insolvenzrecht, um Rechtshandlungen rückgängig zu machen, die vor der Insolvenzeröffnung durchgeführt wurden und die Insolvenzmasse benachteiligten. Hier sind einige detaillierte Beispiele, die verdeutlichen, wie Insolvenzanfechtungen in der Praxis angewendet werden können: 1. Unentgeltliche Leistungen Der Insolvenzverwalter kann unentgeltliche Leistungen, die die GmbH vorgenommen hat, anfechten. Dies bedeutet, dass Vermögenswerte ohne angemessene Gegenleistung übertragen wurden. Beispiel: Einige Monate vor Insolvenzeröffnung spendet die GmbH teure Firmengeräte an eine wohltätige Organisation. Angesichts... Mehr
Veröffentlicht: 08.08.2024
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Mögliche Rechtliche Auseinandersetzungen in Bezug auf die Insolvenzmasse GmbH Die Verwaltung der Insolvenzmasse bei einer GmbH kann eine Vielzahl rechtlicher Auseinandersetzungen mit sich bringen. Diese Streitigkeiten können sowohl zwischen dem Insolvenzverwalter und den Gläubigern als auch zwischen der GmbH und Dritten auftreten. Hier sind einige Beispiele für mögliche rechtliche Auseinandersetzungen: 1. Anfechtung von Rechtshandlungen (Insolvenzanfechtung) Der Insolvenzverwalter kann bestimmte Handlungen anfechten, die vor der Insolvenzeröffnung erfolgt sind und die Insolvenzmasse benachteiligen: Unentgeltliche Leistungen: Übertragungen von... Mehr
Veröffentlicht: 08.08.2024
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Insolvenzrecht: Rückforderung von Zahlungen für Unternehmen und Unternehmer Als Anwälte u.a. spezialisiert auf Insolvenzrecht, verstehen wir die Herausforderungen, denen sich Unternehmen und Unternehmer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gegenübersehen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige zu diesem komplexen Thema und wie unsere Expertise Ihnen dabei helfen kann, rechtliche Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Was ist die Rückforderung von Zahlungen im Insolvenzrecht? Die Rückforderung von Zahlungen im Insolvenzrecht, auch bekannt als Insolvenzanfechtung, ist ein rechtliches Instrument, das... Mehr
Veröffentlicht: 08.08.2024
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Die Krise von Geschäftspartnern* kann schon vor der Insolvenz unmittelbar wirtschaftliche Auswirkungen auf den eigenen Geschäftsbetrieb haben, wenn Leistungen nicht mehr oder nur unzureichend erbracht oder Rechnungen nicht mehr bezahlt werden. Wirtschaftliche Auswirkungen der Insolvenz von Geschäftspartnern In der Insolvenz des Geschäftspartners erhöht sich das wirtschaftliche Risiko noch weiter. Der Insolvenzverwalter kann in der Vergangenheit geleistete Zahlungen im Wege der Insolvenzanfechtung zur Insolvenzmasse zurückverlangen. Dann bleibt nur, die Forderungen zur Tabelle anzumelden und auf quotale... Mehr
Veröffentlicht: 12.09.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Als beschränkt persönliche Dienstbarkeit kann auch das Recht bestellt werden, ein Gebäude oder einen Teil eines Gebäudes unter Ausschluss des Eigentümers* als Wohnung zu benutzen, sog. Wohnungsrecht (§ 1093 BGB). Das Wohnungsrecht im Vergleich zum Wohnrecht Bei dem Wohnungsrecht handelt es sich um ein lebenslanges mietzinsfreies Recht z. B. an einer Wohnung zugunsten einer Person. Es schließt die Nutzung des Eigentümers aus, was bedeutet, dass die Immobilie bzw. die Wohnung ausschließlich vom Inhaber des Wohnungsrechtes genutzt... Mehr
Veröffentlicht: 24.08.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Der Insolvenzverwalter oder in der Eigenverwaltung der eigenverwaltende Schuldner (in der Regel der Geschäftsführer) wird dem ihm bekannten Gläubiger nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens schriftlich die Gelegenheit geben, Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden. Damit ist der Gläubiger zumindest über die Eröffnung informiert.  Aus dem zumeist parallel übersandten Eröffnungsbeschluss kann der Gläubiger das Datum des Berichtstermines ersehen, in welchem der Insolvenzverwalter – Ausnahme, es ist das schriftliche Verfahren angeordnet – mündlich bei Gericht in der Gläubigerversammlung zum Stand... Mehr
Veröffentlicht: 19.07.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Im Zusammenhang mit der insolvenzrechtlichen Anfechtung gem. § 135 Abs. 1 Nr. 2 InsO ist das so genannte Kleinbeteiligtenprivileg besonders wichtig. Denn das Kleinbeteiligtenprivileg, geregelt in § 39 Abs. 5 InsO, schließt letztlich eine Insolvenzanfechtung von Befriedigungen gegenüber Gesellschaftern nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 InsO aus. Diese Privilegierung greift grundsätzlich zu Gunsten von nicht geschäftsführenden Gesellschaftern*, die nur mit 10 % oder weniger am Haftkapital einer (insolventen) Gesellschaft beteiligt sind. Einschränkung des Kleinbeteiligtenprivilegs durch „überschießende unternehmerische Verantwortung“ Neben der Grenze einer Kapitalbeteiligung von maximal 10 % sind nach... Mehr
Veröffentlicht: 06.07.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Der BGH hat sich in seinem Urteil vom 26. Januar 2023 (IX ZR 85/21) vertieft mit der Frage auseinandergesetzt, in welchen Fallkonstellationen sich der Minderheitsgesellschafter* einer insolventen Gesellschaft auf das sog. „Kleinbeteiligtenprivileg“ gem. § 39 Abs. 5 InsO berufen kann. Diese Frage ist insbesondere dann relevant, wenn es um die etwaige Nachrangigkeit eines Darlehensrückzahlungsanspruches gem. § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO oder aber um die Anfechtbarkeit bereits erhaltener Darlehensrückzahlungen (oder erfolgter Darlehensbesicherungen) gem. §... Mehr
Veröffentlicht: 26.05.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Kaum eine Regelungsidee hat die Diskussion über die Harmonisierungsideen der EU Kommission zum Insolvenzrecht in Deutschland so beflügelt wie die des „verwalterlosen Verfahrens“ zur Liquidation von Kleinstunternehmen. In Stellungnahmen der Verwalterverbände (VID, NIVD, DAV), ersten schriftlichen Äußerungen (siehe etwa Sämisch, ZRI 2023, 93) und vor allem bei Paneldiskussionen wird diese Idee als „Risiko“, „realitätsfern“ oder „Einladung zum Missbrauch“ diskreditiert, ja die drohende Aufgabe der Ordnungsfunktion des Insolvenzrechts skizziert und eine Überforderung der Justiz prognostiziert. Ein... Mehr
Veröffentlicht: 11.04.2023
Blog: Prof. Dr. Stephan Madaus
Kurz vor Ende des vergangenen Jahres, am 7. Dezember 2022, veröffentlichte die EU-Kommission den Entwurf einer Richtlinie (RL-E), mit dem sie mehrere Vorschläge zur weiteren Harmonisierung der unterschiedlichen nationalen Insolvenzrechtsordnungen der Mitgliedstaaten unterbreitet. Die Richtlinie soll dabei ein weiterer Baustein auf dem Weg hin zu einer Kapitalmarktunion sein. Ziel ist es, bestimmte Bereiche des Insolvenzrechts EU-weit zu harmonisieren, um dadurch grenzüberschreitende Investitionen und Geschäftsbeziehungen zu fördern und die Wettbewerbsbedingungen anzugleichen. Für alle Marktteilnehmer* sollen die Folgen von... Mehr
Veröffentlicht: 31.01.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die EU-Kommission hat heute den schon seit dem Sommer erwarteten Vorschlag für eine Richtlinie zur weiteren Harmonisierung des Insolvenzrechts in den Mitgliedstaaten veröffentlicht (hier der Text in verfügbaren Sprachfassungen). In der begleitetenden Presseerklärung wird betont, dass die weitere Harmonisierung des Insolvenzrechts im Interesse des Binnenmarktes, insbesondere der Kapitalmarktunion, erfolgt. Grenzüberschreitende Investitionen sollen erleichtert werden, indem die Risiken in fremden Insolvenzrechten vergleichbarer und so berechenbarer werden. Inhaltlich bietet der Richtlinienvorschlag auf den ersten Blick keine besondere... Mehr
Veröffentlicht: 07.12.2022
Blog: Prof. Dr. Stephan Madaus
Zeitenwende, überfällige Neujustierung, Richtungsänderung – dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den Kommentaren zu einem Urteil des BGH zur Vorsatzanfechtung vom 6. Mai 2021 (IX ZR 72/20), das nicht nur in Fachkreisen hohe Wellen schlug.  Der BGH hatte in dem Urteil die tatbestandlichen Anforderungen für die sog. Vorsatzanfechtung nach § 133 InsO erhöht. Diese Anfechtungsvorschrift ist schon seit Jahren Gegenstand erbitterten Streits. Sie hat sich – getrieben durch die Rechtsprechung des BGH in den... Mehr
Veröffentlicht: 07.04.2022
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Rückzahlung eines Darlehens durch die später insolvente GmbH, das ein Dritter einem Gesellschafter der GmbH zwecks eigener Darlehensgewährung an die Gesellschaft zur Verfügung gestellt hatte, unterliegt nach zutreffender Auffassung des BGH im Verhältnis zu dem Dritten nicht der Insolvenzanfechtung als Gesellschafterdarlehen. In dem vom BGH im Urteil vom 27.02.2020 (IX ZR 337/18) entschiedenen Fall hatte ein außenstehender Dritter, der ansonsten mit der später insolventen Gesellschaft, einer Autohaus GmbH, nicht in Rechtsbeziehungen stand, dem Alleingesellschafter-Geschäftsführer... Mehr
Veröffentlicht: 23.06.2020
Blog: Melchers Rechtsanwälte - Insolvenzrecht

Neuste Stellenangebote