Aktuelles zur Zahlungsunfähigkeit

Zahlungsunfähigkeit ist der wichtigste Insolvenzgrund im deutschen Recht (§ 17 InsO). Sie liegt vor, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Dabei gilt: Eine Unterdeckung von weniger als zehn Prozent der fälligen Verbindlichkeiten gilt nach der BGH-Rechtsprechung in der Regel als unwesentlich und begründet noch keine Zahlungsunfähigkeit; eine Unterdeckung von zehn Prozent oder mehr begründet in der Regel Zahlungsunfähigkeit, sofern nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit gerechnet werden kann, dass die Lücke kurzfristig – innerhalb von drei Wochen – geschlossen wird.

Die Abgrenzung zwischen Zahlungsunfähigkeit und bloßer Zahlungsstockung ist in der Praxis oft schwierig und hat erhebliche rechtliche Konsequenzen: Liegt Zahlungsunfähigkeit vor, beginnt die Drei-Wochen-Frist für den Insolvenzantrag zu laufen. Zahlungen, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit geleistet werden, können der Insolvenzanfechtung unterliegen oder die Haftung des Geschäftsführers begründen.

Recht Umschau aggregiert täglich aktuelle Rechtsnews zur Zahlungsunfähigkeit. Wir kuratieren Beiträge aus Insolvenzrechtsblogs, erklärende YouTube-Videos und Podcast-Episoden, die typische Szenarien und die aktuelle Rechtsprechung zur Zahlungsunfähigkeit praxisnah aufbereiten. Ob neue BGH-Urteile zur Abgrenzung von Zahlungsunfähigkeit und Zahlungsstockung, aktuelle Entscheidungen zu Liquiditätsprognosen oder praxisnahe Hinweise zur Krisenerkennung – bei Recht Umschau finden Sie täglich den aktuellsten Stand.

Blogs

Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht: Wann Geschäftsführer insolvenzrechtlich handeln müssen Die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen in Deutschland bleibt angespannt. Nach der ifo Konjunkturumfrage vom April 2026 sehen 8,1 Prozent der Unternehmen den eigenen Fortbestand gefährdet. Damit ist rechnerisch etwa jedes zwölfte Unternehmen von existenziellen Sorgen betroffen. Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel: Dort sehen 17,4 Prozent der Betriebe ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Als zentrale Belastungsfaktoren nennt das ifo Institut unter anderem schwache... Mehr
Veröffentlicht: 11.05.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im April 2026: Rückgang um 0,7 % – ein Frühwarnsignal für Unternehmen? Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen ist im April 2026 gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,7 % gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat April 2025 lag der kalenderbereinigte Lkw-Maut-Fahrleistungsindex um 0,8 % niedriger. Das teilten das Bundesamt für Logistik und Mobilität und das Statistische Bundesamt in ihrer Pressemitteilung vom 8. Mai 2026 mit. Für Unternehmen ist diese Entwicklung... Mehr
Veröffentlicht: 10.05.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Konjunkturumfrage 2026: Deutschlands längste Wirtschaftskrise seit 20 Jahren – Insolvenzrisiken, Haftung und strategische Auswege für Unternehmer Eine Wirtschaftskrise, die viele unterschätzen Die aktuelle Konjunkturumfrage des Institut der deutschen Wirtschaft bringt es auf den Punkt:Deutschland steckt in der längsten Phase wirtschaftlicher Schwäche seit über 20 Jahren. Was auf den ersten Blick wie eine „konjunkturelle Delle“ wirkt, entpuppt sich bei genauer Analyse als strukturelle Krise mit erheblichen rechtlichen Risiken – insbesondere für: Geschäftsführer von GmbHs Unternehmer im... Mehr
Veröffentlicht: 17.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Deutsche Autoindustrie in der Krise 2026 – Insolvenzrisiken, Geschäftsführerhaftung und rechtssichere Sanierungsstrategien Die deutsche Automobilindustrie befindet sich im Jahr 2026 in einer tiefgreifenden strukturellen Krise. Was lange als konjunkturelle Schwächephase interpretiert wurde, zeigt sich nun als fundamentaler Umbruch mit erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen – insbesondere für Geschäftsführer, Gesellschafter und mittelständische Zulieferbetriebe. Aktuelle Analysen der Ernst & Young belegen: Die großen Hersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verlieren im internationalen Vergleich deutlich an Boden. Umsatzrückgänge, massive... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
ifo Geschäftsklimaindex gesunken (März 2026) Auswirkungen auf Unternehmen, Insolvenzrisiken und rechtlicher Handlungsbedarf Der aktuelle Rückgang des ifo Geschäftsklimaindex im März 2026 ist mehr als eine bloße Konjunkturmeldung – er ist ein Frühindikator für steigende wirtschaftliche Risiken. Für Unternehmer, Geschäftsführer und Gesellschafter bedeutet dies: Jetzt ist der Zeitpunkt, die eigene wirtschaftliche Situation kritisch zu prüfen und rechtzeitig zu handeln. Deutlicher Rückgang des Geschäftsklimas Der ifo Geschäftsklimaindex sank im März 2026 auf 86,4 Punkte, nachdem er im... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Mittelstand meidet Kredite: Ursachen, Risiken und rechtliche Folgen für Unternehmen Ein stiller Wandel mit großer Wirkung Der deutsche Mittelstand galt über Jahrzehnte als Stabilitätsanker der Wirtschaft. Investitionen wurden geplant, Wachstum kalkuliert und Kredite als strategisches Instrument genutzt. Doch dieses Bild beginnt sich grundlegend zu verändern. Aktuelle Daten zeigen: Immer weniger mittelständische Unternehmen sind bereit, Kredite aufzunehmen. Nur noch rund 27 % ziehen eine kreditfinanzierte Investition in Betracht – ein historischer Tiefstand. Was auf den ersten... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Unternehmensinsolvenzen 2026: Entwicklung, Ursachen und was Unternehmer jetzt beachten sollten Die Zahlen steigen – aber was bedeutet das wirklich? Die aktuellen Insolvenzzahlen in Deutschland zeigen eine klare Entwicklung:Im Januar 2026 wurden mehr Unternehmensinsolvenzen registriert als im Vorjahr. Doch diese Zahlen sind mehr als reine Statistik. Sie geben Einblick in die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen – und liefern wichtige Hinweise darauf, wie sich Risiken frühzeitig erkennen lassen. Gleichzeitig gilt:Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig, um Fehlinterpretationen zu... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Der deutsche Einzelhandel befindet sich in einem strukturellen Umbruch historischen Ausmaßes. Was lange als schleichender Wandel begann, hat sich in den letzten Jahren zu einer handfesten Krise entwickelt: Die Zahl der Ladengeschäfte sinkt kontinuierlich – und erreicht nun ein neues Rekordtief.Für Unternehmer bedeutet das nicht nur sinkende Umsätze, sondern häufig existenzielle Entscheidungen. Gerade in dieser Phase wird die frühzeitige Begleitung durch einen spezialisierten Insolvenz Rechtsanwalt zum entscheidenden Erfolgsfaktor – nicht nur zur Schadensbegrenzung, sondern oft... Mehr
Veröffentlicht: 30.03.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt seit einiger Zeit wieder deutlich an. Besonders auffällig ist dabei ein strukturelles Muster: Junge Unternehmen sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Statistische Auswertungen zeigen, dass rund 59 Prozent der insolventen Firmen jünger als zehn Jahre sind.Eine besonders kritische Phase liegt dabei zwischen dem fünften und sechsten Unternehmensjahr. In dieser Phase entfällt mit rund 15 Prozent der größte Anteil der Insolvenzen auf eine einzelne Altersgruppe von Unternehmen.Etablierte Betriebe mit mehr als... Mehr
Veröffentlicht: 15.03.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Anwalt Insolvenzrecht – an Ihrer Seite Anwalt Insolvenzrecht – Jetzt einfach anrufen und unverbindlich beraten lassen Jetzt einfach anrufen ☎️ 030 – 814 509 2744 oder senden Sie eine eMail mit Ihren Wünschen info@Anwalt-Insolvenzrecht24.de Als Unternehmer brauchen Sie einen Partner im Insolvenzrecht. Insolvente Kunden, komplizierte Verfahren, unerwartete Forderungen von Insolvenzverwaltern Sie sind Unternehmer und Ihr Kunde ist insolvent und Ihre Rechnung ist noch nicht bezahlt? Ihr Kunde ist insolvent und Sie wollen Ihre Verträge erfüllt haben?... Mehr
Veröffentlicht: 16.02.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Ab wann spricht man von Insolvenzverschleppung? Rechtliche Schwellen, Haftungsrisiken und Handlungspflichten für Geschäftsführer und Unternehmer Die Insolvenzverschleppung gehört zu den häufigsten und zugleich gefährlichsten Haftungsfallen für Geschäftsführer, Vorstände und Unternehmer in Deutschland. Kaum ein anderer Fehler führt so schnell zu persönlicher Haftung, Strafverfahren und dem Verlust der unternehmerischen Existenz. Dabei ist Insolvenzverschleppung selten Vorsatz. In der Praxis entsteht sie meist aus: Unkenntnis, falscher Hoffnung, fehlerhafter Beratung, oder dem Versuch, Zeit zu gewinnen. Doch das Insolvenzrecht... Mehr
Veröffentlicht: 29.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Banken & Kontosperren bei Insolvenz, Krise und drohender Zahlungsunfähigkeit FAQ (für Unternehmer, Gesellschafter, Geschäftsführer) Grundlagen: Banken in der Unternehmenskrise 1. Warum reagieren Banken bei Krisen oft so schnell? Weil Banken verpflichtet sind, Risiken frühzeitig zu minimieren. Sobald Anzeichen einer Krise erkennbar sind, handeln sie automatisiert und konsequent. 2. Ab wann erkennt eine Bank eine Krise? Typische Signale sind: Rücklastschriften Überziehungen schleppende Zahlungen Stundungsanfragen Gerüchte oder Informationen Dritter 3. Müssen Banken Rücksicht auf Unternehmer nehmen? Nein.... Mehr
Veröffentlicht: 09.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Wie lange kann ein Insolvenzverwalter Zahlungen zurückfordern? | Anwalt Insolvenzrecht Ein Insolvenzverwalter kann Zahlungen in der Regel bis zu 10 Jahre rückwirkend zurückfordern – abhängig von Art der Zahlung und Kenntnislage des Zahlungsempfängers.Im Detail ist es aber differenzierter: Überblick: Anfechtungszeiträume nach Insolvenzrecht 1. Unentgeltliche Leistungen – bis zu 4 Jahre z. B. Schenkungen, verdeckte Gewinnausschüttungen ohne Gegenleistung Zeitraum: bis 4 Jahre vor Insolvenzantrag Klassiker: „noch schnell Geld an Familie/Freunde“ 2. Kongruente Deckung – bis zu... Mehr
Veröffentlicht: 02.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Gewinne brechen ein, Jobs fallen weg – was die EY-Studie für Unternehmen, Geschäftsführer und Insolvenzrisiken wirklich bedeutet Die wirtschaftliche Lage der deutschen Großunternehmen hat sich 2025 weiter verschärft. Was lange als temporäre Schwächephase abgetan wurde, verfestigt sich zunehmend zu einer strukturellen Krise. Die aktuelle Analyse der Beratungsfirma EY zu den 100 größten deutschen Konzernen zeigt in bemerkenswerter Klarheit: Gewinne sinken, Arbeitsplätze gehen verloren, ganze Branchen geraten unter Druck – und das nun bereits im dritten... Mehr
Veröffentlicht: 01.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Der IDW S 16 ist da! Wie Unternehmen bestandsgefährdende Entwicklungen früher erkennen und Haftungsrisiken vermeiden – jetzt sind Frühwarnsysteme Pflicht. Am 10. November 2025 veröffentlichte das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) den Standard IDW S 16 „Ausgestaltung der Krisenfrüherkennung und des Krisenmanagements nach § 1 StaRUG“. Das Ziel des Standards ist es, die gesetzlichen Vorgaben des Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetzes (StaRUG) praxisgerecht auszugestalten. Im Fokus stehen dabei die Pflichten der Unternehmensleitung zur rechtzeitigen Identifikation von unternehmensgefährdenden Entwicklungen,... Mehr
Veröffentlicht: 04.12.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Das Wichtigste im Überblick 3-Wochen-Frist: Bei Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung haben Geschäftsführer juristischer Personen nur drei Wochen Zeit für die Insolvenzanmeldung Sofortige Anmeldepflicht: Die Anmeldung muss „unverzüglich“ erfolgen – Warten bis zum Fristablauf kann bereits zu spät sein Schwere Konsequenzen: Verspätete Anmeldung führt zu persönlicher Haftung der Geschäftsführung und kann Straftatbestände erfüllen Die kritische Bedeutung rechtzeitiger Insolvenzanmeldung Die Frage, wann man Insolvenz anmelden muss, gehört zu den existenziellsten Rechtsfragen im Wirtschaftsleben. Für Unternehmer, Geschäftsführer und Vorstände... Mehr
Veröffentlicht: 07.07.2025
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
Das Wichtigste im Überblick Das Insolvenzverfahren einer GmbH folgt einem strukturierten Ablauf von der Antragstellung bis zur Löschung der Gesellschaft Geschäftsführer sind zur rechtzeitigen Antragstellung verpflichtet und haften bei Verzögerungen persönlich Sowohl Regel- als auch Eigenverwaltungsverfahren bieten unterschiedliche Sanierungschancen Das Insolvenzverfahren einer GmbH stellt für Geschäftsführer, Gesellschafter und Gläubiger eine komplexe rechtliche Situation dar, die erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Kenntnis des genauen Ablaufs ist entscheidend, um rechtzeitig die richtigen Weichen zu... Mehr
Veröffentlicht: 09.06.2025
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
Wie das Vorenthalten von Sozialbeiträgen im Insolvenzfall zur Grauzone wird Inmitten der wirtschaftlichen Turbulenzen, die viele Unternehmen an den Rand der Zahlungsunfähigkeit treiben, rückt ein besonders sensibles Thema ins Licht juristischer undRead More... Der Beitrag „Zwischen Pflicht und Pleite“ erschien zuerst auf Kanzlei BRAUN. ... Mehr
Veröffentlicht: 02.06.2025
Blog: Kanzlei Braun - Insolvenzrecht
Das Wichtigste im Überblick Das Verbraucherinsolvenzverfahren hilft überschuldeten Personen dabei, ihre finanzielle Situation zu bereinigen – durch eine strukturierte Abwicklung und anschließende Wohlverhaltensperiode können Restschulden erlassen werden. Voraussetzung ist die Zahlungsunfähigkeit – Sie müssen nachweisen, dass Sie Ihre fälligen Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen können und kein realistischer Weg zur finanziellen Erholung besteht. Der Weg führt über mehrere Phasen: außergerichtlicher Einigungsversuch, gerichtliches Verfahren mit Verwertung des Vermögens und anschließende Wohlverhaltensperiode mit möglicher Restschuldbefreiung. Ein Neuanfang für... Mehr
Veröffentlicht: 26.05.2025
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
Rechtssichere und straffreie Übertragung von Vermögenswerten in der Krise Wenn ein Unternehmen ins Schlingern gerät und die Zahlungsunfähigkeit näher rückt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – nicht nur wirtschaftlich, sondern auchRead More... Der Beitrag „Zeit ist Geld“ erschien zuerst auf Kanzlei BRAUN. ... Mehr
Veröffentlicht: 21.05.2025
Blog: Kanzlei Braun - Insolvenzrecht
Das Wichtigste im Überblick Verjährungsfrist: Ansprüche wegen Insolvenzverschleppung verjähren grundsätzlich nach drei Jahren ab Kenntnis der anspruchsbegründenden Umstände Haftungsrisiko: Geschäftsführer und Vorstände haften persönlich für Schäden durch verspätete Insolvenzantragstellung Präventionsmaßnahmen: Regelmäßige Liquiditätsprüfung und professionelle Beratung können persönliche Haftungsrisiken minimieren Die unterschätzte Gefahr der Insolvenzverschleppung Die Insolvenzverschleppung gehört zu den folgenschwersten Pflichtverletzungen von Geschäftsführern und Vorständen. Wenn Unternehmen trotz eingetretener Insolvenzreife nicht rechtzeitig Insolvenz beantragen, entstehen erhebliche Haftungsrisiken. Besonders brisant wird die Situation durch die Verjährungsfristen,... Mehr
Veröffentlicht: 12.05.2025
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
Im Regelverfahren verliert der Schuldner spätestens mit Insolvenzeröffnung die Verfügungsbefugnis über sein Vermögen an einen Insolvenzverwalter (§ 80 InsO). Bei der Eigenverwaltung wird hingegen auf die Einsetzung eines (vorläufigen) Insolvenzverwalters verzichtet, die Geschäftsführung bleibt im Amt und führt – zumeist unter Hinzuziehung eines erfahrenen Insolvenz- und Sanierungsberaters – weiterhin die Geschäfte des Schuldners. Das Insolvenzgericht bestellt in der Eigenverwaltung lediglich einen (vorläufigen) Sachwalter, der nicht an die Stelle des Schuldners tritt, sondern diesen und dessen... Mehr
Veröffentlicht: 11.04.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
In den Wochen und Monaten vor einer Insolvenz versuchen Betroffene häufig, noch zu retten, was zu retten ist. Dies geschieht entweder durch den Schuldner selbst oder ihm nahestehende Personen, häufig aber auch durch Gläubiger. Vermögensabflüsse vor der Insolvenz können unter gewissen Voraussetzungen vom Insolvenzverwalter zurückgeholt werden, sofern die Gläubiger dadurch benachteiligt worden sind. Einleitung: Zweck und Funktionsweise der Insolvenzanfechtung Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen § 1 S. 1 InsO.... Mehr
Veröffentlicht: 20.03.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Über die Problematik einer Führungslosen GmbH auch im Kontext einer Insolvenz Auch für das Jahr 2025 erwartet die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) eine düstere Entwicklung für die deutsche Wirtschaft, laut derenRead More... Der Beitrag Kopf oder Zahlungsunfähigkeit: erschien zuerst auf Kanzlei BRAUN. ... Mehr
Veröffentlicht: 12.02.2025
Blog: Kanzlei Braun - Insolvenzrecht
Viele Unternehmer kennen das Problem: Ein Kunde zahlt trotz fälliger Rechnung nicht. Möglicherweise wurde die Rechnung übersehen, oder es bestehen Unstimmigkeiten, die einer Zahlung entgegenstehen. Es könnte sich auch lediglich um eine vorübergehende Zahlungsstockung handeln, bei der der Schuldner innerhalb kurzer Zeit (in der Regel drei Wochen) wieder in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Doch wenn sich herausstellt, dass der Schuldner dauerhaft zahlungsunfähig ist, stellt sich die Frage, welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.... Mehr
Veröffentlicht: 28.11.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Mit Stellung des Insolvenzantrags beginnt das sogenannte vorläufige Insolvenzverfahren ein. Darin wird geprüft, ob die Voraussetzungen zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens vorliegen und der vorläufige Insolvenzverwalter versucht weitere Wertabflüsse zu Lasten der Gläubiger zu verhindern. Es endet mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder der Abweisung des Insolvenzantrags mangels Masse. Dieser Beitrag soll einen Überblick über die Antragstellung und den Ablauf des Insolvenzeröffnungsverfahrens geben. Insolvenzantrag Das Insolvenzeröffnungsverfahren wird ausschließlich durch die Einreichung des schriftlichen Insolvenzantrags (§ 13... Mehr
Veröffentlicht: 12.11.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, die Gläubiger in einem geordneten Verfahren gemeinschaftlich und gleichmäßig (Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung) zu befriedigen (vgl. § 1 InsO), indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt wird (Liquidation/Veräußerung) oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens (Sanierung) getroffen wird. Ein Zugriff einzelner Gläubiger auf die Vermögensgegenstände und somit ein sog. „Wettlauf der Gläubiger“ ist im Insolvenzverfahren ausgeschlossen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über... Mehr
Veröffentlicht: 24.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Insolvenzordnung (InsO) feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Mit ihrem Inkrafttreten am 1. Januar 1999 wurde ein grundlegender Wandel im deutschen Insolvenzrecht vollzogen. Zuvor orientierten sich die Regelungen der Konkursordnung und der Gesamtvollstreckungsordnung primär an der Verwertung des schuldnerischen Unternehmens, was häufig zu dessen Zerschlagung führte. Dabei kam es in vielen Fällen zu einer signifikanten Entwertung des Vermögens, was die Aussichten auf eine vollständige Befriedigung der Gläubiger weiter minimierte. Zwar handelt es sich... Mehr
Veröffentlicht: 17.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Der Anstieg der notleidenden Kredite öffnet und erweitert ein spannendes Spielfeld für Investoren. Mit dem neuen Kreditzweitmarktgesetz will der Gesetzgeber einen effizienten Markt schaffen, um den hohen NPL-Bestand abzubauen. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die aktuellen Trends, Risiken und Chancen rund um NPL-Transaktionen. Notleidende Kredite und Unternehmensinsolvenzen steigen gegenüber den Vorjahren  Notleidende Kredite und Insolvenzen sind im Anstieg. Das zeigen die Zahlen und Prognosen der Mitte Juli 2024 veröffentlichen Ergebnisse des NPL-Barometers der Bundesvereinigung Kreditankauf... Mehr
Veröffentlicht: 24.09.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Wieder einmal hat der BGH seine Rechtsprechung zur Vorsatzanfechtung nach § 133 InsO in seiner Entscheidung von April 2024 (BGH, Urteil v. 18. April 2024 – IX ZR 239/22) weiter ausdifferenziert. Die Kernfrage des Rückzahlungsbegehrens des Insolvenzverwalters* lautete wie so oft: Hat der Schuldner mit dem Vorsatz gehandelt, seine Gläubiger zu benachteiligen? In diesem Beitrag geben wir Ihnen die Hintergrundinformationen und erklären, was es nach der neuesten Rechtsprechung in Bezug auf eine bestehende Deckungslücke bezüglich... Mehr
Veröffentlicht: 02.09.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht

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