Aktuelles zum StaRUG

Das Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz (StaRUG) ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft und hat das deutsche Restrukturierungsrecht grundlegend verändert. Es setzt die EU-Restrukturierungsrichtlinie um und schafft ein neues, außerinsolvenzliches Verfahren für Unternehmen, die drohend zahlungsunfähig sind: den Restrukturierungsplan, der mit Gericht und unter Einbeziehung der Gläubiger durchgesetzt werden kann – ohne Insolvenzverfahren.

Das StaRUG ermöglicht es Unternehmen, frühzeitig gegenzusteuern, bevor die Insolvenzreife eingetreten ist. Kernstück ist die Pflicht der Geschäftsführung, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen (§ 1 StaRUG). Flankiert wird diese Pflicht durch den neuen IDW S 16, der Anforderungen an Krisenfrüherkennungssysteme konkretisiert. Das Restrukturierungsverfahren selbst kann vollständig nicht-öffentlich durchgeführt werden.

Recht Umschau aggregiert täglich aktuelle Rechtsnews zum StaRUG. Wir kuratieren Beiträge aus Restrukturierungsrechtsblogs, informative YouTube-Videos und Podcast-Episoden, die das StaRUG und seine praktische Anwendung praxisnah aufbereiten. Ob neue Gerichtsentscheidungen zum Restrukturierungsplan, aktuelle Entwicklungen zur Frühwarnpflicht oder Erfahrungsberichte aus abgeschlossenen StaRUG-Verfahren – bei Recht Umschau finden Sie täglich den aktuellsten Stand.

Blogs

Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht: Wann Geschäftsführer insolvenzrechtlich handeln müssen Die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen in Deutschland bleibt angespannt. Nach der ifo Konjunkturumfrage vom April 2026 sehen 8,1 Prozent der Unternehmen den eigenen Fortbestand gefährdet. Damit ist rechnerisch etwa jedes zwölfte Unternehmen von existenziellen Sorgen betroffen. Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel: Dort sehen 17,4 Prozent der Betriebe ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Als zentrale Belastungsfaktoren nennt das ifo Institut unter anderem schwache... Mehr
Veröffentlicht: 11.05.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im April 2026: Rückgang um 0,7 % – ein Frühwarnsignal für Unternehmen? Die Fahrleistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen ist im April 2026 gegenüber März 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,7 % gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat April 2025 lag der kalenderbereinigte Lkw-Maut-Fahrleistungsindex um 0,8 % niedriger. Das teilten das Bundesamt für Logistik und Mobilität und das Statistische Bundesamt in ihrer Pressemitteilung vom 8. Mai 2026 mit. Für Unternehmen ist diese Entwicklung... Mehr
Veröffentlicht: 10.05.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Konjunkturumfrage 2026: Deutschlands längste Wirtschaftskrise seit 20 Jahren – Insolvenzrisiken, Haftung und strategische Auswege für Unternehmer Eine Wirtschaftskrise, die viele unterschätzen Die aktuelle Konjunkturumfrage des Institut der deutschen Wirtschaft bringt es auf den Punkt:Deutschland steckt in der längsten Phase wirtschaftlicher Schwäche seit über 20 Jahren. Was auf den ersten Blick wie eine „konjunkturelle Delle“ wirkt, entpuppt sich bei genauer Analyse als strukturelle Krise mit erheblichen rechtlichen Risiken – insbesondere für: Geschäftsführer von GmbHs Unternehmer im... Mehr
Veröffentlicht: 17.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Deutsche Autoindustrie in der Krise 2026 – Insolvenzrisiken, Geschäftsführerhaftung und rechtssichere Sanierungsstrategien Die deutsche Automobilindustrie befindet sich im Jahr 2026 in einer tiefgreifenden strukturellen Krise. Was lange als konjunkturelle Schwächephase interpretiert wurde, zeigt sich nun als fundamentaler Umbruch mit erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen – insbesondere für Geschäftsführer, Gesellschafter und mittelständische Zulieferbetriebe. Aktuelle Analysen der Ernst & Young belegen: Die großen Hersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verlieren im internationalen Vergleich deutlich an Boden. Umsatzrückgänge, massive... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
ifo Geschäftsklimaindex gesunken (März 2026) Auswirkungen auf Unternehmen, Insolvenzrisiken und rechtlicher Handlungsbedarf Der aktuelle Rückgang des ifo Geschäftsklimaindex im März 2026 ist mehr als eine bloße Konjunkturmeldung – er ist ein Frühindikator für steigende wirtschaftliche Risiken. Für Unternehmer, Geschäftsführer und Gesellschafter bedeutet dies: Jetzt ist der Zeitpunkt, die eigene wirtschaftliche Situation kritisch zu prüfen und rechtzeitig zu handeln. Deutlicher Rückgang des Geschäftsklimas Der ifo Geschäftsklimaindex sank im März 2026 auf 86,4 Punkte, nachdem er im... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Vor einem Jahr wurde in Deutschland ein historisches Finanzinstrument geschaffen: das sogenannte Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) in Höhe von rund 500 Milliarden Euro. Es sollte nichts Geringeres leisten als den Investitionsstau auflösen, die Wirtschaft modernisieren und den Weg in eine klimaneutrale Zukunft ebnen.Heute, zwölf Monate später, fällt die Zwischenbilanz ernüchternd aus.Aktuelle Studien renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute zeigen: Ein Großteil der Mittel wurde offenbar nicht für die ursprünglich vorgesehenen Zwecke verwendet. Statt Investitionen dominieren Verschiebungen im... Mehr
Veröffentlicht: 17.03.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt seit einiger Zeit wieder deutlich an. Besonders auffällig ist dabei ein strukturelles Muster: Junge Unternehmen sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Statistische Auswertungen zeigen, dass rund 59 Prozent der insolventen Firmen jünger als zehn Jahre sind.Eine besonders kritische Phase liegt dabei zwischen dem fünften und sechsten Unternehmensjahr. In dieser Phase entfällt mit rund 15 Prozent der größte Anteil der Insolvenzen auf eine einzelne Altersgruppe von Unternehmen.Etablierte Betriebe mit mehr als... Mehr
Veröffentlicht: 15.03.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Anwalt Insolvenzrecht – an Ihrer Seite Anwalt Insolvenzrecht – Jetzt einfach anrufen und unverbindlich beraten lassen Jetzt einfach anrufen ☎️ 030 – 814 509 2744 oder senden Sie eine eMail mit Ihren Wünschen info@Anwalt-Insolvenzrecht24.de Als Unternehmer brauchen Sie einen Partner im Insolvenzrecht. Insolvente Kunden, komplizierte Verfahren, unerwartete Forderungen von Insolvenzverwaltern Sie sind Unternehmer und Ihr Kunde ist insolvent und Ihre Rechnung ist noch nicht bezahlt? Ihr Kunde ist insolvent und Sie wollen Ihre Verträge erfüllt haben?... Mehr
Veröffentlicht: 16.02.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Ab wann spricht man von Insolvenzverschleppung? Rechtliche Schwellen, Haftungsrisiken und Handlungspflichten für Geschäftsführer und Unternehmer Die Insolvenzverschleppung gehört zu den häufigsten und zugleich gefährlichsten Haftungsfallen für Geschäftsführer, Vorstände und Unternehmer in Deutschland. Kaum ein anderer Fehler führt so schnell zu persönlicher Haftung, Strafverfahren und dem Verlust der unternehmerischen Existenz. Dabei ist Insolvenzverschleppung selten Vorsatz. In der Praxis entsteht sie meist aus: Unkenntnis, falscher Hoffnung, fehlerhafter Beratung, oder dem Versuch, Zeit zu gewinnen. Doch das Insolvenzrecht... Mehr
Veröffentlicht: 29.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Wie lange kann ein Insolvenzverwalter Zahlungen zurückfordern? | Anwalt Insolvenzrecht Ein Insolvenzverwalter kann Zahlungen in der Regel bis zu 10 Jahre rückwirkend zurückfordern – abhängig von Art der Zahlung und Kenntnislage des Zahlungsempfängers.Im Detail ist es aber differenzierter: Überblick: Anfechtungszeiträume nach Insolvenzrecht 1. Unentgeltliche Leistungen – bis zu 4 Jahre z. B. Schenkungen, verdeckte Gewinnausschüttungen ohne Gegenleistung Zeitraum: bis 4 Jahre vor Insolvenzantrag Klassiker: „noch schnell Geld an Familie/Freunde“ 2. Kongruente Deckung – bis zu... Mehr
Veröffentlicht: 02.01.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
18. Dezember 2025 Restrukturierung und Insolvenz Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat den Kompromisstext zur Harmonisierungsrichtlinie am 11. Dezember 2025 angenommen. Damit rückt das europäische Pre-pack-Verfahren einen Schritt näher zur Realität Mit der Annahme des Kompromisstextes zur Richtlinie über die Harmonisierung bestimmter Aspekte des Insolvenzrechts durch den Rechtsausschuss (JURI) des Europäischen Parlaments ist ein weiterer zentraler Meilenstein im europäischen Gesetzgebungsverfahren erreicht. Der Ausschuss hat damit den im politischen Verhandlungsprozess erzielten Kompromiss – unter Federführung des Berichterstatters Emil Radev... Mehr
Veröffentlicht: 18.12.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Der IDW S 16 ist da! Wie Unternehmen bestandsgefährdende Entwicklungen früher erkennen und Haftungsrisiken vermeiden – jetzt sind Frühwarnsysteme Pflicht. Am 10. November 2025 veröffentlichte das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) den Standard IDW S 16 „Ausgestaltung der Krisenfrüherkennung und des Krisenmanagements nach § 1 StaRUG“. Das Ziel des Standards ist es, die gesetzlichen Vorgaben des Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetzes (StaRUG) praxisgerecht auszugestalten. Im Fokus stehen dabei die Pflichten der Unternehmensleitung zur rechtzeitigen Identifikation von unternehmensgefährdenden Entwicklungen,... Mehr
Veröffentlicht: 04.12.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Das Wichtigste im Überblick Das Insolvenzverfahren einer GmbH folgt einem strukturierten Ablauf von der Antragstellung bis zur Löschung der Gesellschaft Geschäftsführer sind zur rechtzeitigen Antragstellung verpflichtet und haften bei Verzögerungen persönlich Sowohl Regel- als auch Eigenverwaltungsverfahren bieten unterschiedliche Sanierungschancen Das Insolvenzverfahren einer GmbH stellt für Geschäftsführer, Gesellschafter und Gläubiger eine komplexe rechtliche Situation dar, die erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Kenntnis des genauen Ablaufs ist entscheidend, um rechtzeitig die richtigen Weichen zu... Mehr
Veröffentlicht: 09.06.2025
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
Viele Unternehmer kennen das Problem: Ein Kunde zahlt trotz fälliger Rechnung nicht. Möglicherweise wurde die Rechnung übersehen, oder es bestehen Unstimmigkeiten, die einer Zahlung entgegenstehen. Es könnte sich auch lediglich um eine vorübergehende Zahlungsstockung handeln, bei der der Schuldner innerhalb kurzer Zeit (in der Regel drei Wochen) wieder in der Lage ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Doch wenn sich herausstellt, dass der Schuldner dauerhaft zahlungsunfähig ist, stellt sich die Frage, welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.... Mehr
Veröffentlicht: 28.11.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Ob der künftige Vertragspartner insolvent ist bzw. ein Insolvenzverfahren anhängig ist, können Sie in denInsolvenzbekanntmachungen herausfinden. Auf dieser gemeinsamen Webseite der Bundesländer werden öffentliche Bekanntmachungen in Insolvenzverfahren veröffentlicht.  Dieser Beitrag möchte neben den sinnvollen Einstellungen der Suche auf dem Justizportal der Insolvenzbekanntmachungen insbesondere aufzeigen, dass ein Negativsuchergebnis, dass zu der gesuchten Gesellschaft keine Bekanntmachungen in Insolvenzverfahren vorliegen, nicht sicher bedeutet, dass über das Vermögen der Gesellschaft kein Insolvenz(antrags)verfahren anhängig ist. Suchmaske von Insolvenzbekanntmachungen.de Sinn der Insolvenzbekanntmachungen ist es,... Mehr
Veröffentlicht: 06.11.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Insolvenzordnung (InsO) feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Mit ihrem Inkrafttreten am 1. Januar 1999 wurde ein grundlegender Wandel im deutschen Insolvenzrecht vollzogen. Zuvor orientierten sich die Regelungen der Konkursordnung und der Gesamtvollstreckungsordnung primär an der Verwertung des schuldnerischen Unternehmens, was häufig zu dessen Zerschlagung führte. Dabei kam es in vielen Fällen zu einer signifikanten Entwertung des Vermögens, was die Aussichten auf eine vollständige Befriedigung der Gläubiger weiter minimierte. Zwar handelt es sich... Mehr
Veröffentlicht: 17.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
NPLs sind Kredite, bei denen der Kreditnehmer mit seinen Zahlungsverpflichtungen mehr als 90 Tage im Rückstand ist oder es unwahrscheinlich ist, dass der Kreditnehmer seine Kreditverbindlichkeiten vollständig erfüllen kann.  Der Kreditnehmer ist folglich akut insolvenzgefährdet. Der Finanzierer droht, auszufallen. Laut einer im Januar 2024 veröffentlichten Auswertung der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) vergrößerte sich in Deutschland das Volumen aller NPLs in dem Zeitraum von September 2022 bis September 2023 von EUR 31 Mrd. auf EUR 34 Mrd.... Mehr
Veröffentlicht: 01.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Der Anstieg der notleidenden Kredite öffnet und erweitert ein spannendes Spielfeld für Investoren. Mit dem neuen Kreditzweitmarktgesetz will der Gesetzgeber einen effizienten Markt schaffen, um den hohen NPL-Bestand abzubauen. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die aktuellen Trends, Risiken und Chancen rund um NPL-Transaktionen. Notleidende Kredite und Unternehmensinsolvenzen steigen gegenüber den Vorjahren  Notleidende Kredite und Insolvenzen sind im Anstieg. Das zeigen die Zahlen und Prognosen der Mitte Juli 2024 veröffentlichen Ergebnisse des NPL-Barometers der Bundesvereinigung Kreditankauf... Mehr
Veröffentlicht: 24.09.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
In Großbritannien gibt es eine klare Antwort auf diese Frage. – Yes. Das Grundsatzurteil des dortigen Supreme Courts vom 5. Oktober 2022 bestätigte die Pflicht des Managements britischer Kapitalgesellschaften in der Krise vorrangig im Sinne der Gläubiger* zu handeln. Eine solche gläubigerschützende Pflicht wurde in Deutschland insbesondere vor Verabschiedung des StaRUG intensiv diskutiert, sodass diese Entscheidung dazu führen könnte, dass eine „creditor duty“ auch im deutschen Recht Eingang findet. Eine Geschäftsführung befindet sich stets zwischen den Stühlen... Mehr
Veröffentlicht: 20.12.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die moderne Wirtschaftswelt sieht sich mit einem neuen Phänomen konfrontiert: Der Polykrise – ein Begriff, der das gleichzeitige Auftreten von ökonomischen, sozialen und geopolitischen Krisen beschreiben soll. Was die Polykrise von regulären Krisenphasen unterscheidet, ist die Komplexität, die sich durch die Verflechtung paralleler Problematiken ergibt. Die Polykrise stellt viele Unternehmen vor schwierige, teilweise existenzielle Herausforderungen, birgt aber auch Chancen für diejenigen, die bereit sind, sich anzupassen und innovativ zu sein.  Von 2008 bis 2023: Eine... Mehr
Veröffentlicht: 02.11.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Berücksichtigung von ESG-Belangen rückt immer stärker in den Fokus der Unternehmen, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass das gesetzliche Pflichtenkorsett in diesem Bereich immer enger wird. Aber auch abseits von gesetzlich normierten Nachhaltigkeitsverpflichtungen, stellt sich Geschäftsleitern die Frage, ob und in welchem Umfang ESG-Belange bei der Unternehmensplanung berücksichtigt werden müssen. Im besonderen Maße stellt sich diese Frage dann, wenn sich das Unternehmen in der Krise befindet und das Spannungsfeld zwischen Geschäftsleiterermessen und hinreichender... Mehr
Veröffentlicht: 19.10.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Herausfordernde Zeiten für Unternehmen Seit Monaten befinden sich Unternehmen in einer andauernden Krisenstimmung: Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme, steigende Rohstoff- und Energiekosten, Kaufzurückhaltung der Verbraucher und nun die Diskussion über die Rückkehr zum 19 % Umsatzsteuersatz in der Gastronomie. Dass sich diese Aspekte auf die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen auswirken, zeigen auch die inzwischen wieder steigenden Insolvenzzahlen, die während der Corona-Krise aufgrund staatlicher Lenkungsmaßnahmen stark rückläufig waren. Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat sich die Zahl der... Mehr
Veröffentlicht: 07.10.2023
Blog: Mönig Wirtschaftskanzlei – Insolvenzrecht
Während der Corona-Pandemie wurden durch den Bund Fixkostenzuschüsse an Unternehmen bei coronabedingten Umsatzrückgängen ausgezahlt. Diese wurden unter der Bezeichnung „Überbrückungshilfe I-IV“ in dem Zeitraum von Juni 2020 bis Juni 2022 geleistet. Zusätzlich wurden in dem Zeitraum vom 2. November 2020 bis zum 31. Dezember 2020 die sogenannten „November- und Dezemberhilfen“ an die durch die Lockdown-Maßnahmen von Geschäftsschließungen betroffenen Beteiligten ausgeschüttet. Diese Leistungen waren an bestimmte Bedingungen (wie z.B. den Grad der Umsatzeinbuße) geknüpft, die Ausschüttungen... Mehr
Veröffentlicht: 20.09.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Immobilienbranche gilt als eine der akuten Krisenbranchen in Deutschland. Die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg, die Inflation und die Zinswende haben zu einem Einbruch der Bauaufträge, der Flächennachfrage und der Immobilienpreise geführt. Die Baukosten sind enorm gestiegen, während die Investoren* zurückhaltender geworden sind.  Immobilienkrise in Zahlen Nach einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes zeichnet sich die Krise bereits seit dem Jahr 2022 ab: Im ersten Quartal 2022 sind die Bauaufträge nominal um 25 % und real um 35 %... Mehr
Veröffentlicht: 08.09.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Am 7. Dezember 2022 hat die EU-Kommission einen Richtlinienentwurf zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Insolvenzrechts veröffentlicht. Ziel ist, insbesondere den Unternehmenserwerb aus der Insolvenz (Distressed M&A) zu erleichtern, indem Rechtsunsicherheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen vermindert werden. Dass der Richtlinienentwurf grundsätzlich angenommen werden wird, wird kaum bezweifelt; es bleibt aber abzuwarten, in welcher Form und vor allem wann dies der Fall sein wird; möglicherweise erst nach der Europawahl im Juni 2024. Ungleiche Insolvenzgesetze behindern freien EU-Kapitalverkehr Die nationalen Insolvenzregelungen... Mehr
Veröffentlicht: 16.06.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
In seinem Urteil vom 22. Oktober 2022 (IX ZR 213/21) hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit der umstrittenen Frage der Wirksamkeit insolvenzabhängiger Lösungsklauseln sowie den an diese zu stellenden Anforderungen auseinandergesetzt. Die Entscheidung löst sich von allgemeingültigen Aussagen und gibt dadurch Möglichkeiten in der Vertragsgestaltung. Die Grenzen der Wirksamkeit bleiben aufgrund erheblicher Wertungsspielräume im Detail allerdings weiter unklar. Gängige Vertragsgestaltung – Recht zur fristlosen Kündigung im Insolvenzfall Der Entscheidung liegt ein Vertrag zwischen einem Aufgabenträger und... Mehr
Veröffentlicht: 15.06.2023
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Nach fast zwei Jahren Arbeit ist er nun endlich erschienen  – der Münchener Kommentar StaRUG. Ich habe die Ehre, sein Mtherausgeber zu sein. Ein Beitrag zum besseren Verständnis des StaRUG und zu mehr Vertrauen in seine Handlungsoptionen Das Buch erfasst Literatur und Rechtsprechung zum neuen Gesetz bis Herbst 2022 und kann damit erste wichtige Hinweise im Umgang mit Unsicherheiten hinsichtlich der neuen Verfahrensoptionen geben. Der Dschungel neuer Regelungen braucht Wegweiser, um Pfade zu etablieren. Ansonsten... Mehr
Veröffentlicht: 03.03.2023
Blog: Prof. Dr. Stephan Madaus
Ziel des Sanierungs- und insolvenzrechtlichen Krisenfolgenabmilderungsgesetzes (SanInsKG) ist es, den derzeitigen Verhältnissen und Entwicklungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten und der damit verbundenen finanziellen Auswirkungen entgegenzuwirken. Die aus diesen Entwicklungen resultierenden Unwägbarkeiten und Belastungen für die Wirtschaft sollen reduziert und eine Welle von Unternehmensinsolvenzen soll vermieden werden, indem die Insolvenzantragspflicht wegen Überschuldung angepasst wird. Am 8. November 2022 wurde das Gesetz veröffentlicht und trat am 9. November 2022 in Kraft. Änderungen durch das SanInsKG Zur... Mehr
Veröffentlicht: 11.11.2022
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Insolvenzordnung sieht als Gründe für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Zahlungsunfähigkeit, die drohende Zahlungsunfähigkeit sowie eine Überschuldung vor.  Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat mit dem IDW-Standard S11 unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung Anforderungen an die Beurteilung der Insolvenzreife eines Unternehmens aufgestellt.  Der Standard wurde im Jahr 2015 erlassen, eine erstmalige Überarbeitung fand in den Jahren 2016 und 2017 statt. Als Reaktion auf zwischenzeitliche Neuerungen und die aufgrund der Corona-Pandemie hervorgerufenen Unsicherheiten wurde der... Mehr
Veröffentlicht: 10.02.2022
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht

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