Aktuelles zum Schutzschirmverfahren

Das Schutzschirmverfahren ist ein besonderes Vorverfahren zur Insolvenz, das drohend zahlungsunfähigen oder überschuldeten Unternehmen die Möglichkeit gibt, einen Insolvenzplan in Eigenverwaltung vorzubereiten – unter dem Schutz eines gerichtlich angeordneten vorläufigen Insolvenzschutzes. Während dieser Vorbereitungsphase von bis zu drei Monaten sind Einzelzwangsvollstreckungen der Gläubiger ausgesetzt, und der Schuldner kann seinen Geschäftsbetrieb unter der Kontrolle eines vorläufigen Sachwalters (nicht: Insolvenzverwalters) fortführen.

Das Schutzschirmverfahren wurde mit dem ESUG (2012) eingeführt und hat sich als wichtiges Instrument der präventiven Restrukturierung etabliert. Es setzt voraus, dass die Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist und dass eine anerkannte Stelle (in der Regel ein Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater) bescheinigt, dass drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, aber noch keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Der Schuldner kann zudem den vorläufigen Sachwalter selbst vorschlagen.

Recht Umschau aggregiert täglich aktuelle Rechtsnews zum Schutzschirmverfahren. Wir kuratieren Beiträge aus Insolvenz- und Restrukturierungsrechtsblogs, informative YouTube-Videos und Podcast-Episoden, die das Schutzschirmverfahren praxisnah aufbereiten. Ob neue Gerichtsentscheidungen zu den Voraussetzungen, Erfahrungsberichte aus abgeschlossenen Schutzschirmverfahren oder Kommentare zur Abgrenzung zum StaRUG-Verfahren – bei Recht Umschau finden Sie täglich den aktuellsten Stand.

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Jedes zwölfte Unternehmen sieht wirtschaftliche Existenz bedroht: Wann Geschäftsführer insolvenzrechtlich handeln müssen Die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen in Deutschland bleibt angespannt. Nach der ifo Konjunkturumfrage vom April 2026 sehen 8,1 Prozent der Unternehmen den eigenen Fortbestand gefährdet. Damit ist rechnerisch etwa jedes zwölfte Unternehmen von existenziellen Sorgen betroffen. Besonders kritisch ist die Lage im Einzelhandel: Dort sehen 17,4 Prozent der Betriebe ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Als zentrale Belastungsfaktoren nennt das ifo Institut unter anderem schwache... Mehr
Veröffentlicht: 11.05.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Konjunkturumfrage 2026: Deutschlands längste Wirtschaftskrise seit 20 Jahren – Insolvenzrisiken, Haftung und strategische Auswege für Unternehmer Eine Wirtschaftskrise, die viele unterschätzen Die aktuelle Konjunkturumfrage des Institut der deutschen Wirtschaft bringt es auf den Punkt:Deutschland steckt in der längsten Phase wirtschaftlicher Schwäche seit über 20 Jahren. Was auf den ersten Blick wie eine „konjunkturelle Delle“ wirkt, entpuppt sich bei genauer Analyse als strukturelle Krise mit erheblichen rechtlichen Risiken – insbesondere für: Geschäftsführer von GmbHs Unternehmer im... Mehr
Veröffentlicht: 17.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Deutsche Autoindustrie in der Krise 2026 – Insolvenzrisiken, Geschäftsführerhaftung und rechtssichere Sanierungsstrategien Die deutsche Automobilindustrie befindet sich im Jahr 2026 in einer tiefgreifenden strukturellen Krise. Was lange als konjunkturelle Schwächephase interpretiert wurde, zeigt sich nun als fundamentaler Umbruch mit erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen – insbesondere für Geschäftsführer, Gesellschafter und mittelständische Zulieferbetriebe. Aktuelle Analysen der Ernst & Young belegen: Die großen Hersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verlieren im internationalen Vergleich deutlich an Boden. Umsatzrückgänge, massive... Mehr
Veröffentlicht: 15.04.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Der deutsche Einzelhandel befindet sich in einem strukturellen Umbruch historischen Ausmaßes. Was lange als schleichender Wandel begann, hat sich in den letzten Jahren zu einer handfesten Krise entwickelt: Die Zahl der Ladengeschäfte sinkt kontinuierlich – und erreicht nun ein neues Rekordtief.Für Unternehmer bedeutet das nicht nur sinkende Umsätze, sondern häufig existenzielle Entscheidungen. Gerade in dieser Phase wird die frühzeitige Begleitung durch einen spezialisierten Insolvenz Rechtsanwalt zum entscheidenden Erfolgsfaktor – nicht nur zur Schadensbegrenzung, sondern oft... Mehr
Veröffentlicht: 30.03.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt seit einiger Zeit wieder deutlich an. Besonders auffällig ist dabei ein strukturelles Muster: Junge Unternehmen sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Statistische Auswertungen zeigen, dass rund 59 Prozent der insolventen Firmen jünger als zehn Jahre sind.Eine besonders kritische Phase liegt dabei zwischen dem fünften und sechsten Unternehmensjahr. In dieser Phase entfällt mit rund 15 Prozent der größte Anteil der Insolvenzen auf eine einzelne Altersgruppe von Unternehmen.Etablierte Betriebe mit mehr als... Mehr
Veröffentlicht: 15.03.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Anwalt Insolvenzrecht – an Ihrer Seite Anwalt Insolvenzrecht – Jetzt einfach anrufen und unverbindlich beraten lassen Jetzt einfach anrufen ☎️ 030 – 814 509 2744 oder senden Sie eine eMail mit Ihren Wünschen info@Anwalt-Insolvenzrecht24.de Als Unternehmer brauchen Sie einen Partner im Insolvenzrecht. Insolvente Kunden, komplizierte Verfahren, unerwartete Forderungen von Insolvenzverwaltern Sie sind Unternehmer und Ihr Kunde ist insolvent und Ihre Rechnung ist noch nicht bezahlt? Ihr Kunde ist insolvent und Sie wollen Ihre Verträge erfüllt haben?... Mehr
Veröffentlicht: 16.02.2026
Blog: anwalt-insolvenzrecht24.de
Im Regelverfahren verliert der Schuldner spätestens mit Insolvenzeröffnung die Verfügungsbefugnis über sein Vermögen an einen Insolvenzverwalter (§ 80 InsO). Bei der Eigenverwaltung wird hingegen auf die Einsetzung eines (vorläufigen) Insolvenzverwalters verzichtet, die Geschäftsführung bleibt im Amt und führt – zumeist unter Hinzuziehung eines erfahrenen Insolvenz- und Sanierungsberaters – weiterhin die Geschäfte des Schuldners. Das Insolvenzgericht bestellt in der Eigenverwaltung lediglich einen (vorläufigen) Sachwalter, der nicht an die Stelle des Schuldners tritt, sondern diesen und dessen... Mehr
Veröffentlicht: 11.04.2025
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Ist ein Arbeitgeber* zahlungsunfähig und/oder überschuldet, und haben die Arbeitnehmer deshalb ihr Gehalt nur teilweise oder gar nicht mehr erhalten, zahlt die Agentur für Arbeit die ausstehenden Entgeltansprüche. Diese werden allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen für einen Zeitraum von höchstens drei Monaten an die betroffenen Arbeitnehmer in Form von Insolvenzgeld gezahlt. In der Praxis stellen sich hier zahlreiche Fragen zum Insolvenzgeld, insbesondere im Hinblick auf dessen Berechnung und einer frühzeitigen Auszahlung. Entlastung des insolventen Arbeitgebers... Mehr
Veröffentlicht: 05.12.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Mit Stellung des Insolvenzantrags beginnt das sogenannte vorläufige Insolvenzverfahren ein. Darin wird geprüft, ob die Voraussetzungen zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens vorliegen und der vorläufige Insolvenzverwalter versucht weitere Wertabflüsse zu Lasten der Gläubiger zu verhindern. Es endet mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder der Abweisung des Insolvenzantrags mangels Masse. Dieser Beitrag soll einen Überblick über die Antragstellung und den Ablauf des Insolvenzeröffnungsverfahrens geben. Insolvenzantrag Das Insolvenzeröffnungsverfahren wird ausschließlich durch die Einreichung des schriftlichen Insolvenzantrags (§ 13... Mehr
Veröffentlicht: 12.11.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Ziel des Insolvenzverfahrens ist es, die Gläubiger in einem geordneten Verfahren gemeinschaftlich und gleichmäßig (Grundsatz der Gläubigergleichbehandlung) zu befriedigen (vgl. § 1 InsO), indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt wird (Liquidation/Veräußerung) oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens (Sanierung) getroffen wird. Ein Zugriff einzelner Gläubiger auf die Vermögensgegenstände und somit ein sog. „Wettlauf der Gläubiger“ ist im Insolvenzverfahren ausgeschlossen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über... Mehr
Veröffentlicht: 24.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Die Insolvenzordnung (InsO) feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Mit ihrem Inkrafttreten am 1. Januar 1999 wurde ein grundlegender Wandel im deutschen Insolvenzrecht vollzogen. Zuvor orientierten sich die Regelungen der Konkursordnung und der Gesamtvollstreckungsordnung primär an der Verwertung des schuldnerischen Unternehmens, was häufig zu dessen Zerschlagung führte. Dabei kam es in vielen Fällen zu einer signifikanten Entwertung des Vermögens, was die Aussichten auf eine vollständige Befriedigung der Gläubiger weiter minimierte. Zwar handelt es sich... Mehr
Veröffentlicht: 17.10.2024
Blog: cmshs-bloggt - Insolvenzrecht
Als Unternehmer stehen Sie vor einer der größten Herausforderungen Ihrer Karriere: Ihr Unternehmen ist zahlungsunfähig oder droht es zu werden. In dieser kritischen Situation ist es entscheidend, die richtigen Schritte zu unternehmen, um die Zukunft Ihres Unternehmens und Ihre persönliche finanzielle Situation zu sichern. In diesem Artikel erläutern wir detailliert, was bei Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens geschieht und welche Handlungsoptionen Ihnen zur Verfügung stehen. [embed]https://youtube.com/watch?v=Lxwalf7tSzg&feature=oembed[/embed] Das Wichtigste im Überblick Zahlungsunfähigkeit ist ein kritischer Zustand, der schnelles... Mehr
Veröffentlicht: 27.08.2024
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
Als Geschäftsführer oder Vorstand eines Unternehmens in finanziellen Schwierigkeiten stehen Sie vor enormen Herausforderungen. Die Frage, ob bereits eine Insolvenzantragspflicht besteht und wie lange Sie noch an einer Sanierung arbeiten dürfen, ohne sich strafbar zu machen, kann existenzielle Bedeutung haben. In diesem Artikel beleuchten wir die rechtlichen Konsequenzen einer Insolvenzverschleppung und zeigen Ihnen Handlungsoptionen auf, um persönliche Haftungsrisiken zu minimieren. Das Wichtigste im Überblick Bei Insolvenzverschleppung drohen Freiheits- oder Geldstrafen sowie zivilrechtliche Haftung Frühzeitiges Handeln... Mehr
Veröffentlicht: 01.07.2024
Blog: Römermann Rechtsanwälte - Insolvenzrecht
  Das im Mai eingeleitete Schutzschirmverfahren der Spargel und Beeren Baumann Agrar KG hat ihr Ziel erreicht. Die Gläubiger haben auf Ihrer Versammlung den Sanierungsplan einstimmig angenommen. Dieser wurde daraufhin vom Amtsgericht Straubing bestätigt. Die Spargel und Beeren Baumann Agrar KG ist damit saniert und mit seinen mehr als 70 Beschäftigten und ca. 600 saisonalen Erntehelferinnen und -helfern wieder Marktgerecht aufgestellt. Geiselhöring, 21. Februar 2024, Die Restrukturierung der Spargel und Beeren Baumann Agrar KG aus... Mehr
Veröffentlicht: 22.02.2024
Blog: Mönig Wirtschaftskanzlei – Insolvenzrecht
Herausfordernde Zeiten für Unternehmen Seit Monaten befinden sich Unternehmen in einer andauernden Krisenstimmung: Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme, steigende Rohstoff- und Energiekosten, Kaufzurückhaltung der Verbraucher und nun die Diskussion über die Rückkehr zum 19 % Umsatzsteuersatz in der Gastronomie. Dass sich diese Aspekte auf die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen auswirken, zeigen auch die inzwischen wieder steigenden Insolvenzzahlen, die während der Corona-Krise aufgrund staatlicher Lenkungsmaßnahmen stark rückläufig waren. Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat sich die Zahl der... Mehr
Veröffentlicht: 07.10.2023
Blog: Mönig Wirtschaftskanzlei – Insolvenzrecht
Die Biomare GmbH ging wegen drohender Zahlungsunfähigkeit im September 2022 in ein Schutzschirmverfahren. Damit begann eine Zeit intensiven Arbeitens an der Sanierung des Unternehmens mit Hilfe von erfahrenen Fachleuten aus der RST Hansa (Essen), der M2 Converso Consulting (Leipzig) und der MÖNIG Wirtschaftskanzlei (Münster). Am 04.04.2023 fand nun die Gläubigerversammlung statt. Der vom Unternehmen vorgelegte Insolvenzplan fand bei allen Gläubigern ohne Ausnahme Zustimmung und ist damit verbindlich. „Damit sind wir kurz vor dem Ziel nach... Mehr
Veröffentlicht: 28.04.2023
Blog: Mönig Wirtschaftskanzlei – Insolvenzrecht
Die COVID-19-Pandemie ist nach Einschätzung der Bundesjustizministerin noch nicht überwunden. Infolge der pandemiebedingten Einschränkungen sind nach wie vor viele Unternehmen unverschuldet insolvenzgefährdet. Mit dem „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafrecht“ wurden schon im Frühjahr 2020 umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und zur Unterstützung geschädigter Unternehmen auf den Weg gebracht. Wichtiger Bestandteil des Gesetzes ist die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und die Begrenzung der... Mehr
Veröffentlicht: 13.01.2021
Blog: Melchers Rechtsanwälte - Insolvenzrecht

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